Sonntags-Comebacker und ein chancenloses Hannover

Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images

Ante Rebić und Alfreð Finnbogason feierten am Sonntag unterschiedliche Comebacks – und entschieden die Partien jeweils zugunsten ihrer Mannschaft. Hannover 96 musste dagegen in Frankfurt (1:4) die vierte Niederlage hinnehmen und findet sich auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Top und Flop des 6. Spieltags.

Top: Die Sonntags-Comebacker
Frankfurts Rebić war nach überstandenen Adduktorenbeschwerden bereits gegen RB Leipzig (1:1) sowie in Mönchengladbach (1:3) eingewechselt worden und durfte gegen Hannover 96 erstmals in dieser Saison von Beginn an ran. Der Kroate demonstrierte bei seinem Startelf-Comeback eindrucksvoll, warum halb Europa im Sommer hinter ihm her war: Rebić war omnipräsent, er ackerte sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Körperlich präsentierte er sich in Höchstform, sowohl bei seinem Treffer zum 2:0 als auch bei seiner Vorlage zum 3:0 war er nicht zu stoppen. Finnbogason ging völlig ohne Spielpraxis in die Partie gegen den SC Freiburg (4:1), der Isländer konnte aufgrund einer Entzündung der Patellasehne zuvor kein Saisonspiel absolvieren. Anlaufzeit brauchte der Angreifer allerdings nicht: Der 29-Jährige schnürte direkt zur Rückkehr einen Dreierpack und bescherte dem FC Augsburg damit den Heimsieg. Ein Tor mit der Hacke, eines vom Elfmeterpunkt, eines aus wenigen Metern mit dem Instinkt eines Stürmers – auch Finnbogason ist zurück.

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Flop: Hannover im Kellerduell chancenlos
96-Coach André Breitenreiter hatte sich vor dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt (1:4) locker gegeben und nicht von Druck gesprochen: Ein Sieg sei trotz nur zwei Punkten aus den ersten fünf Spielen kein Muss. Sein Gegenüber Adi Hütter hatte dagegen eine Siegpflicht verhängt. Diese unterschiedlichen Herangehensweisen übertrugen sich auf den Platz: Während die Hessen sich robust in die Zweikämpfe warfen und konsequent den Weg in die Offensive suchten, agierte Hannover zumeist passiv. Sinnbildlich dafür stand die Abwehrleistung von Oliver Sorg vor dem zweiten und dritten Gegentreffer. Der Rechtsverteidiger ließ sich jeweils vom körperlich überlegenen Rebić abkochen und hatte das Nachsehen. Die Niedersachsen verbuchten über 90 Minuten nur einen wirklich gefährlichen Torschuss (der zwischenzeitliche Anschlusstreffer zum 1:3) und belegen nach dem sechsten Spieltag als einzig noch siegloses Team der Liga den letzten Tabellenplatz. Breitenreiter konstatierte nach dem Abpfiff zurecht: „Das war nicht gut genug für die Bundesliga.“ Im nächsten Kellerduell am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gegen den VfB Stuttgart haben die 96er Druck – und müssen tatsächlich mal gewinnen.