Sorg: „Ich mache meine Arbeit, erfülle meine Aufgabe“

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Nach einigen Startschwierigkeiten nach seinem Wechsel 2015 ist Oliver Sorg bei Hannover 96 mittlerweile angekommen und zur festen Größe gereift. In einem Interview sprach der Verteidiger nun unter anderem über seine Rolle bei den Niedersachsen.

Da es inzwischen Spieler in der Mannschaft gebe, die zehn Jahre jünger seien als Sorg selbst, rutsche er „automatisch in eine Verantwortung und hilft den jüngeren oder neuen Spielern, die sich noch nicht so auskennen“, verriet der Verteidiger dem Kicker. Der 28-Jährige erklärte weiter: „Ich habe das Gefühl, dass die Jungs dafür dankbar sind. Habe ich es einmal nicht, dann lasse ich denjenigen auch in Ruhe. Wenn sie nach einem Tipp fragen, bin ich dafür gut. Ich habe mit 18 ja auch anders über Dinge gedacht als jetzt mit 28. Ich habe mir die Dinge mehr zu Herzen genommen als heute. Das war immer Thema. Auch wenn ich abschalten wollte, hat es mich heruntergezogen.“

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Als Sorg vor drei Jahren zu Hannover wechselte, brachte er das Prädikat „Nationalspieler“ mit. Allerdings stammte dieses aus einem einzigen Länderspiel (0:0 gegen Polen, 2014). „Ich konnte es einordnen, andere vielleicht nicht“, erklärte Sorg und führte aus: „Die Erwartungen waren hoch. Ich weiß nicht, ob die Leute dachten: Die holen jetzt David Alaba, der ein Tor und zwei Assists in jedem Spiel macht.“ Manche Leute hätten ihn als einen anderen Spieler gesehen, als er war, sagte der 28-Jährige. Es sei „halt einfach nicht sein Spiel, ein Feuerwerk abzubrennen“. Sorg meinte: „Es ist ein bisschen vergleichbar mit dem Mobbing in den sozialen Medien. Irgendjemand schreibt einen Käse und bedenkt nicht, was er damit für Wirkungen erzielt.“

Zurückhaltende Art beim 28-Jährigen

Sorg sieht sich selbst eher in einer zurückhaltenden Rolle. „Seit ich Profi bin, bin ich ein solider und verlässlicher Spieler. Ich mache meine Arbeit, erfülle meine Aufgabe. Ich brauche da nicht zu zaubern und es ist völlig okay, wenn nach dem Spiel andere die Interviews geben“, sagte er. Der Verteidiger konzentriert sich auf das Wesentliche: „Für mich ist es wichtig, dass ich meinen Job gut gemacht habe. Dann gehe ich nach Hause und dann ist für mich alles okay.“ Seine Stärke sei die Defensive, betonte er: „Das war schon immer so und ist es heute auch noch.“