Sorgen vor Bayern-Spiel: Grillitsch und Nordtveit fraglich

Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images

Die TSG 1899 Hoffenheim bestreitet am Freitagabend (20.30 Uhr) erstmals in ihrer Vereinsgeschichte das Eröffnungsspiel einer Bundesliga-Saison. Trainer Julian Nagelsmann bleibt trotz seiner großen Verletzungssorgen optimistisch und fordert den FC Bayern München heraus.

Der Übungsleiter bangt vor der Partie beim Rekordmeister um die Einsätze von Florian Grillitsch und Håvard Nordtveit. „Beide haben wieder trainiert“, sagte Nagelsmann auf der Pressekonferenz am Mittwoch. „Aber wir müssen sehen, ob ein Einsatz am Freitag Sinn macht.“ Damit könnte sich die ohnehin angespannte Personallage intensivieren. Andrej Kramarić (Innenbanddehnung) wird frühestens nächste Woche wieder trainieren können, Benjamin Hübner fällt aufgrund einer Gehirnerschütterung aus. Knapp wird es vor allem im Mittelfeld: Dort fehlen bereits Dennis Geiger (Oberschenkelverletzung), Lukas Rupp (Kreuzbandriss), Nadiem Amiri (Operation am Mittelfuß) und Kerem Demirbay (Außenband-Ruptur).

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Für die Partie gegen die Bayern zeigte sich Nagelsmann dennoch optimistisch: „Sie sind von der Qualität so gut, dass sie jeden Gegner in der Bundesliga knacken können. Wir haben aber ein paar Varianten. Mal sehen, ob wir sie alle auf den Acker bekommen. Aber in erster Linie geht es um Mut.“ Der Trainer bekräftigte seinen Anspruch, „nach dem Maximalen“ zu streben und zumindest versuchen zu wollen, Meister zu werden. „Ich glaube, dass es für jeden ratsam ist, in einen Wettbewerb zu gehen, um zu gewinnen. Wir wollen es gerne probieren, Meister zu werden. Aber wir sind nicht der einzige Bayern-Jäger – ich hoffe, dass es 17 Bayern-Jäger gibt, die Gas geben und den Bayern das Leben so schwer wie möglich machen“, sagte der 31-Jährige.

Nagelsmann: „Sieg ist im Bereich des Möglichen“

Dabei hat Nagelsmann seine Lehren aus dem letzten Aufeinandertreffen im Januar gezogen. „Wenn man zu viele Ballbesitzphasen gegen den FC Bayern abgibt, wird der Druck sehr hoch. Das haben wir in der vergangenen Saison erlebt, als wir zwischenzeitlich 2:0 geführt haben, aber noch 2:5 verloren haben“, meinte der Fußballlehrer. Trotz der schweren Aufgabe direkt zu Saisonbeginn ist der zukünftige Leipzig-Coach zuversichtlich: „Es wird sehr schwierig, aber wir sind optimistisch. Wir haben uns ein paar Ideen überlegt. Ein Sieg ist im Bereich des Möglichen.“ Selbst im Falle des Erfolgs will Nagelsmann aber auf dem Boden bleiben. „Auch dann werden wir nicht mit einer Krone rumlaufen“, stellte er klar.

(nas/sid)