Späte Tore zwischen Bremen und Hannover

Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

Keinen Sieger hat es am Samstagnachmittag in der Partie zwischen dem SV Werder Bremen und Hannover 96 gegeben. Nach zwei späten Toren von Hendrik Weydandt und Theodor Gebre Selassie trennten sich die beiden Teams 1:1 (0:0).

Bremen und Hannover hatten in der Vorwoche deutliche Siege im Pokal eingefahren, entsprechend zufrieden schienen die beiden Trainer gewesen zu sein. Sowohl Florian Kohfeldt als auch André Breitenreiter nahmen keine Veränderung ihrer jeweiligen Startelf vor. Claudio Pizarro musste also bei den Hausherren genauso zunächst auf der Bank Platz nehmen wie Genki Haraguchi bei den Gästen.

- Anzeige -

Nur kurz tasteten sich beide Teams ab, dann übernahm Bremen nach rund zehn Minuten mehr und mehr die Initiative. Waren Davy Klaassen (9.) und Max Kruse (11.) noch an Kevin Wimmer hängen geblieben, gab es wenig später die Großchance zur Führung. Nach Freistoßflanke von Kruse kam Miloš Veljković unbedrängt zum Kopfball, verfehlte das Tor allerdings aus guter Position (15.).

Neuer Schwung nach der Pause

Bis zum ersten Abschluss Hannovers dauerte es 20 Minuten, der Distanzschuss Pirmin Schweglers aber wurde geblockt. Wenig später parierte Jiri Pavlenka aus wenigen Metern gegen Ihlas Bebou (27.). Die ganz große Torgefahr allerdings verströmte keines der Teams. Zwar ging es über weite Strecken mit viel Tempo zur Sache, trotzdem aber nur mit wenigen Highlights. Lediglich noch einmal Torgefahr sahen die Zuschauer bis zur Pause, ein Schlenzer von Florian Kainz war aber kein Problem für Michael Esser (39.).

Ohne Wechsel, dafür aber mit neuem Schwung ging es nach der Pause weiter. Niclas Füllkrug sorgte für ein erstes Ausrufezeichen, der Schuss des Hannoveraner Angreifers ging knapp am rechten Pfosten vorbei (47.). Wenig später präsentierte auch Werder neuen Mut, Ludwig Augustinsson zielte aber ebenso knapp am Tor vorbei (48.) wie Yūya Ōsako (56.). Plötzlich schien die Begegnung doch noch Fahrt aufzunehmen.

Weydandt kommt und trifft

Beide Trainer brachten zudem frische Offensivkräfte: Kohfeldt schickte Milot Rashica (52.) und Pizarro (67.) für den angeschlagenen Kruse und Kainz auf den Platz, Breitenreiter brachte Marvin Bakalorz (57.) und Haraguchi (62.) für den angeschlagenen Schwegler und Linton Maina. Die nächste Gelegenheit gehörte dann wieder Hannover: Waldemar Anton kam im Anschluss an eine Ecke an den Ball, köpfte aber knapp vorbei (63.).

Das glücklichere Händchen bei den Wechseln hatte Hannover: Weydandt spitzelte den Ball nach Vorlage von Bebou durch die Beine Pavlenkas (77.). Erst 75 Sekunden zuvor war der 23-Jährige, der vor wenigen Jahren noch in der Kreisliga spielte, für Takuma Asano eingewechselt worden. Entschieden war die Partie damit aber keineswegs. Denn ein Standard brachte Bremen zumindest noch einen Punkt: Eine Augustinsson-Flanke verpasste Pizarro noch, hinter dem Peruaner aber lauerte Gebre Selassie, der den Ball zum 1:1 eindrückte. Bremen drängte anschließend noch auf das zweite Tor, wenige Minuten später aber war Schluss.