Spiel eins nach Stöger: Ruthenbeck-Debüt gegen Belgrad

Der letzte deutsche Vertreter in der Europa League, der noch eine Chance aufs Weiterkommen hat, tritt am Donnerstag in Serbien bei Roter Stern Belgrad an. Doch der 1. FC Köln macht schwere Zeiten durch. Nach der Trennung von Peter Stöger hat Stefan Ruthenbeck mit fast tragikomischem Verletzungspech zu kämpfen.

Doch zuerst zu den Gastgebern: Der serbische Rekordmeister steht punktgleich mit den Kölnern auf dem dritten Platz. Das Hinspiel im RheinEnergieStadion entschied Roter Stern durch einen Treffer von Richmond Boakye mit 1:0 für sich. In der Super Liga steht die Mannschaft von Vladan Milojević mit deutlichem Vorsprung auf Lokalrivale Partizan auf dem ersten Platz. Boakye hat im Europapokal bereits siebenmal getroffen und wird auch am Donnerstag wieder in der Startelf stehen.

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Im Gegensatz dazu grüßt der FC seit dem dritten Spieltag vom Ende der Bundesliga-Tabelle. Während die Kölner in der Europa League gute Chancen auf die Zwischenrunde haben, steht in der Meisterschaft noch kein Sieg in der Statistik. Ruthenbeck attestierte seiner Mannschaft unbedingten Siegeswillen: „Der Mannschaft ist klar, dass es ein Endspiel ist. Sie ist angriffslustig und vorbereitet.“ Die Reise nach Belgrad werden nur 16 Spieler antreten, erlaubt wären 18. Mit Birk Risa, Anas Ouahim und Ismail Jakobs hat Ruthenbeck den Kader bereits mit Nachwuchskräften aufgefüllt. Besonders auf der Position in der Abwehrzentrale wird der Notstand deutlich: Frederik Sørensen ist der einzige Innenverteidiger, der nicht verletzt ist.

Roter Stern Belgrad: Kahriman – Stojković, Le Tallec, Babić, Rodić – Krstičić, Donald – Milić, Kanga, Srnić – Boakye

1. FC Köln: Horn – Klünter, Sørensen, Horn, Rausch – Lehmann, Özcan – Clemens, Jojić, Ōsako – Guirassy

Wie immer abseits der Liga kann der FC etwas befreiter aufspielen. Da es unwahrscheinlich ist, dass auch im nächsten Jahr eine Teilnahme am internationalen Wettbewerb ansteht, gilt es diese Saison noch so gut es geht zu genießen. Um die nächste Runde zu erreichen, muss der FC die Partie mit mindestens einem Treffer Unterschied gewinnen. Belgrad reicht zum Weiterkommen ein Remis.