Spieler-Portrait: David Otto, 17 Jahre

Heute stellen wir im Rahmen unserer Portrait-Reihe einen weiteren Senkrechtstarter vor: Der 17-jährige David Otto sorgt derzeit in der Hoffenheimer U19 für Furore und will in zwei Tagen unbedingt deutscher A-Jugend-Meister werden. Eigentlich sollte der Stürmer noch für die Hoffenheimer U17 spielen, doch mit überragenden Leistungen empfahl er sich für eine frühzeitige Beförderung.

Am kommenden Sonntag steigt in Sinsheim das Finale um die deutsche U19-Meisterschaft. Im Duell mit Borussia Dortmund hofft Gastgeber 1899 Hoffenheim unter anderem auf Jungstürmer David Otto, der die Kraichgauer mit zwei wichtigen Toren im Halbfinale zum dritten Finaleinzug in Folge schoss. Der 17-Jährige spielt erst seit wenigen Wochen regelmäßig in der U19 und hat sich dennoch schon zum Leistungsträger entwickelt.

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David Otto begann seine Fußball-Laufbahn beim 1. FC 08 Birkenfeld, nahe seiner Geburtsstadt Pforzheim. Schon seit der U14 schnürt er seine Treter allerdings für die TSG 1899 Hoffenheim. Dort entwickelte sich der Badener seit seinem Wechsel kontinuierlich weiter und wurde zu Beginn der Saison 2015/16 schließlich zum Kapitän der Hoffenheimer U17 ernannt. Das Vertrauen seines Trainers Marcel Rapp zahlte der Youngster sofort zurück: Mit 17 Toren bei 21 Einsätzen gehört er zu einem der besten Torschützen der diesjährigen U17-Bundesliga. Vor dieser Saison war der Senkrechtstarter eher unter dem Radar der meisten Scouts geflogen. So wurde er bislang noch nie für eine Junioren-Nationalmannschaft nominiert. Bei den aktuellen Leistungen dürfte sich das allerdings bald ändern. Nachdem Otto bereits in der Hinrunde zu zwei Einsätzen in der U19 gekommen war, wurde er im April endgültig zur U19 hochgezogen. Dort akklimatisierte sich der 17-jährige Stürmer schnell und erzielte in acht U19-Bundesligaspielen immerhin zwei Tore. Seine besten Leistungen für die U19 zeigte Otto allerdings in den beiden Halbfinalspielen der Endrunde: In beiden Spielen gegen Werder Bremen (3:1, 2:0) erzielte er jeweils einen Treffer und war damit maßgeblich am Finaleinzug seiner Mannschaft beteiligt. Am Sonntag will er seine TSG natürlich unbedingt zum U19-Meistertitel schießen.

Trotz seines jungen Alters kann sich Otto als Mittelstürmer im Strafraum schon gut behaupten. Der 1,82 Meter große Angreifer ist ein dynamischer Spieler, der grundsätzlich alle Anlagen dafür besitzt, den Sprung in die Bundesliga einmal zu schaffen. Daran denkt der bescheidene Youngster derzeit aber noch nicht: „Ich bin immer gut damit gefahren, mir kleine Ziele zu stecken, und so werde ich es auch weiterhin machen“, wird Otto auf der Hoffenheimer Vereinswebseite zitiert. Nach der Sommerpause wird das Sturm-Talent wohl seine erste komplette Saison bei der U19 bestreiten, um weiter Erfahrung zu sammeln. Im Sommer 2017 will Otto außerdem sein Abitur ablegen. Eines seiner Ziele hat der 17-Jährige im Endrunden-Halbfinale schon mal erreicht: „Es ist ja immer das Ziel, mal live im Fernsehen Fußball zu spielen. Und wenn man nach einer guten Aktion von der vollen Tribüne Beifall bekommt, pusht das auch noch mal zusätzlich“, so Otto.

Durch starke Leistungen ihrer Jugendmannschaften zeigt die TSG Hoffenheim Jahr für Jahr, dass ihre Nachwuchsabteilung zu den besten Deutschlands gehört. Im Kader der Kraichgauer finden sich dennoch nur wenige Spieler aus der eigenen Jugend. Das könnte sich in den nächsten Jahren allerdings ändern: Neben bereits etablierten Perspektivspielern wie Nadiem Amiri und Niklas Süle, könnten bald weitere Talente wie Otto, Benedikt Gimber oder Philipp Ochs das Team von Julian Nagelsmann verstärken. Der 28-jährige Chefcoach scheint prädestiniert dafür, eine junge Mannnschaft um eigene Nachwuchskräfte aufzubauen.

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