Spieler-Portrait: Manuel Wintzheimer, 17 Jahre

Um die kurze EM-Pause zu überbrücken, setzen wir am heutigen Freitag unsere Portrait-Reihe über vielversprechenden Talente fort. Heute nehmen wir den 17-jährigen Manuel Wintzheimer vom FC Bayern München unter die Lupe. Der Mittelstürmer machte in der abgelaufenen Saison mit einer überragenden Torquote auf sich aufmerksam.

Der 17-jährige Manuel Wintzheimer wurde am 10. Januar 1999 geboren und wuchs im unterfränkischen Arnstein auf, wo seine Eltern auch heute noch zuhause sind. Der dort ansässige 1. FC Arnstein war der erste Klub des Youngsters, doch es dauerte nicht lange bis er über den FC Schweinfurt in die renommierte Nachwuchsabteilung der SpVgg Greuther Fürth wechselte. Bei den „Kleeblättern“ spielte der Stürmer zwischen 2010 und 2013, ehe er ein Angebot von Bayern München erhielt. Als die Offerte des Rekordmeisters kam, fiel dem damals 14-Jährigen die Entscheidung erstaunlich leicht: „Ich habe nicht lange überlegt. Natürlich war es schon ein großer Schritt, mit 14 von zuhause weg, aber ich wollte diese Chance unbedingt nutzen“, erinnert sich Wintzheimer an seine Entscheidung nach München zu wechseln.

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Schnell stellte Wintzheimer auch beim FC Bayern sein großes Talent unter Beweis: Schon in der Saison 2014/15 erzielte er starke 18 Tore in der U16-Bayernliga. Zu Beginn der letzten Spielzeit brachte ihn dann sein phänomenaler Start in der U17-Bundesliga in aller Munde: In den ersten acht Spielen für die U17 gelangen ihm sagenhafte 14 Treffer und zwei Vorlagen. Anfang des Jahres musste der Torjäger seinen kometenhaften Aufstieg allerdings aufgrund eines Innenbandrisses unterbrechen. Trotz zwei Monaten Ausfallzeit wurde Wintzheimer allerdings Torschützenkönig der Staffel Süd/Südwest (18 Spiele, 23 Tore). Seine starken Leistungen blieben natürlich auch den DFB-Scouts nicht verborgen: Nachdem er 2013 schon vier Partien für die deutsche U15 bestritten hatte, wurde er im November 2015 erstmals für die U17 des DFB nominiert. Auch dort stellte er seinen Torriecher mit einem Doppelpack gegen England (5:3) sofort unter Beweis. Eine Nominierung für die U17-Europameisterschaft wäre ihm wohl sicher gewesen, doch seine Verletzung verhinderte eine Teilnahme am Turnier in Aserbaidschan.

Wintzheimer ist zwar ein „echter“ Neuner, doch er erarbeitet sich seine Torchancen mit viel Fleiß und Lauffreude. Sein U17-Coach Tim Walter charakterisiert ihn als „arbeitenden Torjäger mit einer großen Qualität im Abschluss“. Bayerns Nachwuchskoordinator Heiko Vogel meint bei dem Youngster sogar ein angeborenes Talent fürs Toreschießen erkannt zu haben: „Er hat einen Torinstinkt, den man nicht erlernen kann. Ihm reichen wenige Situationen, um ein Tor zu erzielen.“

Zur kommenden Saison wird Wintzheimer zur Münchner U19 aufrücken, wo er sich natürlich aufs Neue beweisen muss. Die U19 kann ein Top-Talent wie ihn allerdings gut gebrauchen, denn in dieser Altersklasse enttäuschte die Bayern-Jugend in der abgelaufenen Saison auf voller Linie (Platz 8). Wann der 17-Jährige zu seinem ersten Profi-Einsatz kommen wird, ist natürlich noch nicht abzusehen. Verläuft seine Entwicklung aber weiter so rasant wie bisher, wird ihm Carlo Ancelotti früher oder später sicherlich eine Chance geben. Angesichts der Wechselspekulationen um Robert Lewandowski, schadet es aus Sicht der Bayern nicht, ein junges Talent wie Wintzheimer für die Zukunft in der Hinterhand zu haben.

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