Spieler-Portrait: Renat Dadashov, 16 Jahre

Unsere Portrait-Reihe setzen wir heute mit einem 16-jährigen Ausnahmetalent von RB Leipzig fort. Stürmer Renat Dadashov spielt schon jetzt für die Leipziger U19 und ist Stammspieler in der deutschen U17-Nationalmannschaft. Schon im Sommer winkt dem ehrgeizigen Youngster ein besonderes Karriere-Highlight: Die U17-Europameisterschaft in Aserbaidschan, dem Heimatland seiner Familie.

Neben teuren Neueinkäufen steckt der umstrittene Zweitligist RB Leipzig auch Millionen in die eigene Nachwuchsarbeit. Mit Erfolg: Die Sachsen erreichten in der vergangenen Saison sowohl mit der U19 als auch mit der U17 die Endrunde um die nationale Meisterschaft. Das Jugendprogramm der „Roten Bullen“ ist mittlerweile zweifelsohne eines der besten Deutschlands und dürfte in den nächsten Jahren einige Bundesliga-Profis hervorbringen. Heute konzentrieren wir uns allerdings ausschließlich auf den 16-jährigen Stürmer Renat Dadashov, der hofft einer dieser Profis zu werden, der den Sprung von der Red Bull Akademie in die Bundesliga schafft.

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Dadashov wurde am 17. Mai 1999 im hessischen Rüdesheim in eine echte Sportlerfamilie geboren. Seine Eltern, die aus Aserbaidschan stammen, waren beide Leistungssportler und sein Bruder Rufat steht derzeit beim Regionalligisten Germania Halberstadt unter Vertrag. Beim nahegelegenen SV Wehen Wiesbaden erlernte er das Fußballspielen, ehe es ihn 2013 in die Jugend von Eintracht Frankfurt zog. Dort blieb Dadashov allerdings nur ein Jahr, bevor er den Sprung in die Red Bull Akademie nach Leipzig wagte. Bei den „Jungbullen“ startete der damals 15-Jährige sofort durch und erzielte in seiner ersten Saison in der U17-Bundesliga auf Anhieb 15 Tore in 17 Einsätzen. Im November 2014 feierte er dann sein Debüt für die U16-Nationalmannschaft und erzielte beim 3:1-Erfolg gegen Tschechien prompt sein erstes Tor für Deutschland. Es folgten noch fünf weitere Einsätze in der U16, bei denen ihm drei weitere Treffer gelangen. Schon zu Beginn der aktuellen Saison wurde Dadashov zur Leipziger U19 hochgezogen, wo ihm bei 16 Einsätzen bislang neun Tore und zwei Assists geglückt sind. Er wurde außerdem noch sechsmal in der U17-Bundesliga eingesetzt (ein Tor). Seine erste große Turnierteilnahme könnte außerdem gleich besondere Bedeutung haben. Die U17-Europameisterschaft 2016 findet nämlich in Aserbaidschan, dem Heimatland seiner Eltern, statt: „Dort ein EM-Turnier zu spielen, ist ein riesengroßer Traum von mir. Das wäre großartig“, sagte er vergangenen September im Gespräch mit dfb.de. Bei den drei Qualifikationsspielen Ende März stand Dadashov jeweils in der Startelf und legte mit seinem Führungstor gegen die Slowakei (5:1) den Grundstein für die erfolgreiche Qualifikation der DFB-Elf.

Dadashovs Talent zeigt sich allein schon dadurch, dass der 16-Jährige in dieser Spielzeit meist in der Leipziger U19 zum Einsatz kommt, anstatt in der U17, die seinem Jahrgang eigentlich entsprechen würde. Seine größte Stärke ist laut eigener Aussage die Torgefahr, die ihm sozusagen in die Wiege gelegt wurde. „Das liegt bei mir in den Genen. Meine Mutter war Handballerin, mein Vater Wasserballer“, verriet der Stürmer der Leipziger Volkszeitung. Dadashov kann sich auch auf engem Raum gut durchsetzen und verschafft sich oft mit einer schnellen Bewegung Platz, um zum Torabschluss zu kommen. Generell sucht das Offensivtalent sofort den Abschluss, wenn er die Kugel am Fuß hat – egal ob er mit dem Rücken zum Tor steht oder bei Tempogegenstößen aus dem Rückraum kommt. Mit 16 Jahren ist er schon 1,85 Meter groß und dementsprechend auch recht kopfballstark. Wie beschrieben hat der Deutsch-Aserbaidschaner alle Anlagen, um ein kompletter Stürmer zu werden. Dementsprechend selbstbewusst formuliert der Youngster auch seine Ziele: Sein Traum sei es, der beste Fußballer der Welt zu werden, sagte Dadashov im Interview mit Sky. „Bis dahin muss ich aber noch 1000 Schritte schaffen. Ich stehe noch ganz am Anfang“, relativierte er seine Aussage aber schnell.

Trotz seines außergewöhnlichen Talents steht Dadashov noch nicht direkt vor dem Sprung in die erste Mannschaft. Auch im nächsten Jahr wird er wohl hauptsächlich in der U19-Bundesliga zum Einsatz kommen. Die Konkurrenzsituation bei Leipzig wird es dem 16-Jährigen nicht leicht machen, in die erste Mannschaft zu kommen. Mit Davie Selke, Yussuf Poulsen und Marcel Sabitzer haben die „Roten Bullen“ schon einige talentierte Stürmer im Kader. Im Aufstiegsfall könnte RasenBallsport außerdem nochmal tief in die Tasche greifen –

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