Starke Leipziger nehmen Kurs auf K.o.-Runde

Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

Mit aggressivem Tempofußball hat RB Leipzig in der Europa League einen großen Schritt Richtung K.o.-Runde unternommen. Der Bundesligist setzte sich zu Hause völlig verdient gegen eine harmlose Mannschaft von Celtic Glasgow mit 2:0 (2:0) durch und liegt mit sechs Punkten aus drei Spielen auf Kurs.

Vor 38.126 Zuschauern war Leipzig von Beginn an der unbedingte Siegeswille anzumerken. Timo Werner (Muskelprobleme) saß zwar zunächst nur auf der Bank, dennoch brachte Trainer Ralf Rangnick gleich drei Stürmer. RB agierte äußerst druckvoll, auch wenn in der Anfangsphase keine Torchancen heraussprangen. Der 49-malige schottische Meister Celtic hielt zunächst spielerisch dagegen. Die Elf von Coach Brendan Rodgers zeigte sich ballsicher und kombinierte flüssig. Odsonne Édouard hatte nach einem Konter sogar die Führung auf dem Fuß, doch der Ball trudelte am langen Pfosten vorbei (8.).

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Nach knapp 20 Minuten schaltete vor allem Matheus Cunha einen Gang höher. Erst setzte der Brasilianer einen Kopfball übers Tor (19.), dann versuchte der Sommer-Neuzugang vom FC Sion per Schwalbe einen Strafstoß zu erzwingen (21.). Nach feinem Zuspiel von Marcel Sabitzer stand der 19-Jährige nach gut einer halben Stunde goldrichtig und schoss zum 1:0 ein (31.). Als Leipzigs Portugiese Bruma vier Minuten später auf 2:0 stellte, waren die Schotten bedient (35.). Von den rund 3.000 mitgereisten Fans war wenig zu hören, die Rodgers-Elf kam kaum noch aus ihrer Hälfte heraus. Das 2:0 zur Pause bei 12:3 Torschüssen für Leipzig war für die Gäste äußerst schmeichelhaft.

Saracchi und der Pfosten im Mittelpunkt

Als Aktivposten im Spiel der Leipziger erwies sich auch Linksverteidiger Marcelo Saracchi, der wie Cunha im Sommer zu RB gewechselt war. Der 20 Jahre alte Uruguayer machte viel Druck über seine Seite und servierte exzellent in die Mitte. In der Defensive hatte Saracchi großen Anteil daran, dass die Gäste kaum gefährlich wurden. Im zweiten Durchgang setzte Leipzig weiter auf Tempo. Kevin Kampl scheiterte mit einem Schuss von der linken Seite (46.) . Neun Minuten später brach Konrad Laimer durch, setzte den Ball aber an den Außenpfosten (55.). Auch Jean-Kévin Augustin hatte noch eine große Möglichkeit, traf aber ebenfalls nur den Pfosten (64.). Die berüchtigten Celtic-Fans verarbeiteten den Frust auf ihre Weise und setzten die Arena immer wieder unter Rauchschwaden. Damit bekamen die Leipziger Spieler und Fans schon mal einen Vorgeschmack auf das Rückspiel in Glasgow am 8. November.