Streich: „Leistung war leidenschaftlich und überzeugend“

Foto: John MacDougall/AFP/Getty Images

Beim Schlusspfiff setzte Trainer Christian Streich schon schwungvoll zum Jubelsprung an, sein gerade überstandener Bandscheibenvorfall aber erlaubte ihm nur einen klitzekleinen Freudenhüpfer. Danach mündete seine fast kindliche Begeisterung über den 3:1 (2:0)-Auswärtssieg des SC Freiburg beim VfL Wolfsburg in kaum noch zu zählende Umarmungen jedes seiner Teammitglieder, das ihm über den Weg lief.

Lange, zu lange hatten die Breisgauer auf ihr erstes Erfolgserlebnis auf fremden Plätzen warten müssen. Nach elf Auswärtsspielen ohne Sieg war der nicht eingeplante Dreier bei den so stark gestarteten Niedersachsen Erlösung und Wendepunkt zugleich. „Unsere Leistung war leidenschaftlich und überzeugend“, sagte Streich sichtlich erleichtert. Während der 53-Jährige noch analysierte, versuchte Roland Sallai in der Kabine der Freiburger, wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Der Mittelfeldspieler hatte gleich bei seinem Debüt den Grundstein zum mehr als verdienten Erfolg gelegt.

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Der ungarische Nationalspieler erzielte per Kopfball (7.) die Führung für die Gäste und holte den Foulelfmeter heraus, den Nils Petersen im Nachsetzen in die 2:0-Führung umwandelte (21.). Dann beendete ein Ellenbogenschlag von Ignacio Camacho den Auftritt von Sallai nach 41 Minuten, mit Sehstörungen musste der kleine Dribbler vom Platz geführt werden. „Es geht Roland aber schon wieder besser. Falls es keine Schädelprellung ist, reicht es vielleicht für die Partie am Dienstag gegen Schalke“, sagte Streich. Was wichtig wäre, denn der in der Länderspielpause aus Zypern verpflichtete Sallai beflügelte den Auftritt der Breisgauer am Mittellandkanal. „Er bringt Beweglichkeit, Leichtigkeit und Tempo in unser Spiel, das brauchen wir“, meinte Streich.