Stuttgart gegen Frankfurt: Duell der Defensiven

Wenn der VfB Stuttgart am Samstag (15.30 Uhr) Eintracht Frankfurt empfängt, treffen – den FC Bayern München ausgenommen – die beiden stärksten Defensivreihen der aktuellen Saison aufeinander. VfB-Sportvorstand Michael Reschke kündigte „das umkämpfteste Spiel der Saison“ an.

Der VfB hat seit der Amtsübernahme des neuen Trainers Tayfun Korkut einen Lauf. In den vergangenen drei Spielen holten die Schwaben sieben Punkte. Die letzten beiden Partien konnten die Stuttgarter sogar gewinnen. Gegen Borussia Mönchengladbach am 22. Spieltag siegten sie mit 1:0 und am vergangenen Wochenende gelang ihnen beim 1:0 in Augsburg der erste Auswärtssieg der Saison. Seit Korkut das Amt übernommen hat, hat Stuttgart den Vorsprung auf den HSV auf von vier auf zehn Zähler ausbauen können. Der deutsche Meister von 2006/07 stellt mit nur 27 Gegentoren die drittbeste Defensive der Bundesliga. Hinten hui, vorne allerdings pfui, denn nur die Hamburger Offensive erzielte weniger Treffer als die des VfB. Allerdings sind die Schwaben auch das viertbeste Heimteam der Saison. In der Mercedes-Benz-Arena sind die Stuttgarter eine Macht. Gegen die aggressiven Frankfurter erwartet Sportvorstand Reschke eine intensive Partie: „Das wird mit Sicherheit das umkämpfteste Spiel der Saison und die größte Herausforderung unter Korkut.“

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Der Defensivstärke der Schwaben können die Hessen ihre eigene solide Abwehr entgegensetzen. Mit 26 Gegentoren kassierten die Frankfurter sogar noch eines weniger als Stuttgart. Allerdings funktioniert auch die Offensive der „Adler“ in dieser Saison. Die Eintracht grüßt von Rang drei und befindet sich derzeit auf Champions League-Kurs. Besser waren die Frankfurter letztmals in der Spielzeit 1992/93 unterwegs. In den letzten sieben Spielen mussten die Hessen nur eine Niederlage hinnehmen. Besonders auf fremdem Terrain tritt die SGE überzeugend auf, Frankfurt stellt das drittbeste Auswärtsteam der Liga. Erst zweimal musste sich die Eintracht in dieser Saison auswärts geschlagen geben. Mit einem Sieg in der baden-württembergischen Landeshauptstadt könnten sich die Hessen zumindest bis Montag auf den zweiten Platz schieben. Bei diesem Vorhaben wird Trainer Niko Kovač aber auf sein zentrales Mittelfeld verzichten müssen. Omar Mascarell wird wegen einer Schwellung im Fuß ausfallen, Kevin-Prince Boateng hatte sich am Montag gegen RB Leipzig (2:1) seine fünfte Gelbe Karte abgeholt.

VfB Stuttgart: Zieler – Beck, Baumgartl, Pavard, Insúa – Badstuber – Ascacíbar – Gentner, Thommy – Ginczek, Gómez

Eintracht Frankfurt: Hrádecký – Salcedo, Abraham, Falette – da Costa, Hasebe, Chandler – Wolf, Gaćinović – Haller, Rebić

Die souveräne Eintracht ist besonders wegen ihrer Auswärtsstärke Favorit in Stuttgart. Der VfB präsentierte sich allerdings unter dem neuen Übungsleiter bislang sehr stabil. Chancen auf den Sieg werden die Schwaben aber wohl nur haben, falls sie sich in der Offensive steigern können.