Stuttgart jubelt dank Rückkehrer Donis

Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Der VfB Stuttgart hat die Abstiegszone erst mal verlassen: 1:0 (1:0) setzte sich die Mannschaft von Markus Weinzierl am Samstagnachmittag gegen den FC Augsburg durch und verbesserte sich damit auf Rang 15. Der 1. FC Nürnberg kann am Montag allerdings wieder am VfB vorbeiziehen.

Zwei Rückkehrer durften beim VfB direkt wieder in der Startelf ran, Timo Baumgartl und Anastasios Donis ersetzten im Vergleich zum 0:2 gegen Leverkusen Emiliano Insúa und den wegen Knöchelproblemen fehlenden Pablo Maffeo. Ebenfalls zwei Veränderungen gegenüber dem 1:3 gegen Frankfurt gab es bei Augsburg: Raphael Framberger und Ja-Cheol Koo rückten für Jonathan Schmid und Fredrik Jensen ins Team. Erneut nicht dabei war Alfreð Finnbogason, der durch Julian Schieber vertreten wurde.

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Nur vier Punkte hatten die Stuttgarter aus fünf Heimspielen eingefahren, gegen Augsburg wollten sie möglichst rasch den zweiten Heimdreier aufs Gleis bringen. Immer wieder attackierten die Gastgeber in den ersten Minuten, erstmals für Gefahr sorgte Dennis Aogo (6.), dessen Schuss aber über das Tor ging. Santiago Ascacíbar wurde zudem geblockt (11.). Augsburg musste sich erst mal sammeln, wurde nach einer Viertelstunde aber stärker. Gefahr verströmten die Gäste zunächst nach Ecken, die Abschlüsse von Koo (14.) und Michael Gregoritsch (17.) waren jedoch harmlos. Anders eine Chance wenig später: Gregoritsch wurde von Schieber bedient, VfB-Keeper Ron-Robert Zieler rettete in höchster Not (21.).

Donis trifft und bleibt in der Kabine

Spielfluss allerdings bot die Begegnung nur selten, beide Teams leisteten sich immer wieder Fehlpässe. Die Folge waren allenfalls vereinzelte Chancen, und die gab es vor allem für Augsburg. Nach dem engagierten Beginn nämlich ließ sich Stuttgart nach einer halben Stunde nahezu überhaupt nicht mehr vor dem Tor von Andreas Luthe blicken. Umso überraschender kam die Führung für die Gastgeber: Andreas Beck legte quer an die Strafraumgrenze, von dort streichelte Donis den Ball ins Tor (39.). Der FCA war mal wieder kalt erwischt worden – und Stuttgart hatte plötzlich Lunte gerochen. Christian Gentner versuchte es mit einem Distanzschuss, der aber ging deutlich vorbei (43.). Dann war erst mal Pause.

Ohne Donis ging es für den VfB in der zweiten Hälfte weiter. Die Kraft des Angreifers reichte nach zweimonatiger Verletzungspause offenbar noch nicht für mehr. Ersetzt wurde Donis durch Insúa. Den besseren Start nach Wiederanpfiff erwischte Augsburg, das auf den Ausgleich drängte. Stuttgart hingegen zog sich weit zurück, konzentrierte sich auf die Defensive und lauerte auf Konter. Torgefährlicher war daher der FCA: Caiuby setzte einen Schuss deutlich vorbei (48.), Martin Hinteregger musste sich mit einem Kopfball Zieler geschlagen geben (54.).

Thommy sorgt spät für Entlastung

Zusätzlichen Schwung wollte Manuel Baum seinem Team verleihen, der FCA-Coach nahm einen Doppelwechsel vor: Sergio Córdova und André Hahn ersetzten Schieber und Koo (59.). Und prompt hatte Hahn die Riesenchance zum Ausgleich: Benjamin Pavard legte unfreiwillig ab, der Augsburger Joker aber köpfte in die Arme Zielers (61.). Wenig später wurde Hahn zudem geblockt (64.). Ein Córdova-Schuss ging knapp vorbei am linken Pfosten (64.). Gregoritsch setzte einen Freistoß in die Mauer (69.).

Die Gäste dominierten das Geschehen, Stuttgart hingegen sorgte kaum mal für Entlastungsangriffe. VfB-Coach Weinzierl wechselte daher einmal offensiv, um die Kreativität bei Kontern zu stärken. Erik Thommy ersetzte Mario Gómez (74.). Und tatsächlich sorgte der 24-Jährige für viel Schwung gegen seinen Ex-Verein. Zunächst setzte er einen Freistoß von der Strafraumgrenze in die Mauer (78.), wenig später scheiterte Thommy mit Distanzschüssen an Luthe (83., 85.). Stuttgart war nun wieder stärker, Augsburg hingegen gingen trotz vierminütiger Nachspielzeit die Ideen aus – und letztlich durfte der VfB den dritten Saisonsieg bejubeln.