Stuttgart und Leipzig trennen sich torlos

Tayfun Korkut bleibt durch das 0:0 gegen RB Leipzig ungeschlagen und holt im fünften Spiel den 14. Punkt. Der VfB Stuttgart klettert dadurch auf Platz zehn. Für Leipzig ist das Remis ein Rückschlag im Kampf um die Champions League. Mit 40 Punkten bleiben die „Roten Bullen“ Tabellensechster.

VfB-Coach Korkut veränderte seine Startelf im Vergleich zum 3:2-Sieg in Köln auf lediglich einer Position: Dennis Aogo rückte für Timo Baumgartl (Kopfschmerzen) in die Mannschaft. Deutlich mehr Veränderungen nahm Ralph Hasenhüttl vor. Der RB-Coach wechselte nach der englischen Woche in der Europa League fünf Mal durch. Hatten beim 2:1 gegen Zenit St. Petersburg noch Konrad Laimer, Dayot Upamecano, Emil Forsberg, Jean-Kévin Augustin und Bruma von Anfang an gespielt, so durften in Stuttgart zunächst Ibrahima Konaté, Marcel Sabitzer, Bernardo, Ademola Lookmann und Yussuf Poulsen ran.

- Anzeige -

Beide Mannschaften waren von Beginn an in der Partie. Eine lange Abtastphase gab es nicht, große Torraumszenen fehlten aber. Korkuts Mannschaft agierte zunächst aus einer kompakten Abwehr heraus und versuchte mit schnellem Umschaltspiel die beiden Spitzen Mario Gómez und Daniel Ginczek, aber auch den wuseligen Erik Thommy in Szene zu setzen. Nach etwa 20 Minuten zog Leipzig sich etwas zurück und ließ die Hausherren mehr kommen, nennenswerte Chancen konnte sich der VfB aber weiterhin nicht herausspielen.

Werner verpasst die Führung

Mitte der ersten Halbzeit wurde es dann ruppiger in der Mercedes-Benz-Arena. Zunächst kam Naby Keïta gegen Andreas Beck zu spät (24.), dann gerieten Holger Badstuber und Poulsen aneinander, was in einer kleinen Rudelbildung mündete (26.). In dieser Phase musste Schiedsrichter Tobias Stieler mehrfach zur Pfeife greifen, beließ es aber bei Ermahnungen. Leipzig attackierte nun wieder früher und zwang Stuttgart so zu Ballverlusten, im letzten Angriffsdrittel fehlte aber die nötige Entschlossenheit. Erst kurz vor der Pause wurde es einmal richtig gefährlich. In der zweiminütgen Nachspielzeit steckte Keïta stark auf Timo Werner durch, der an der Strafraumgrenze kurz vor dem herausstürmenden Ron-Robert Zieler an den Ball kam, die Kugel aber nicht am Keeper vorbeispitzeln konnte (45.+2). So ging es mit einem torlosen Remis in die Pause.

Zur Pause wechselte Hasenhüttl und brachte Bruma für den blassen Lookman. Kurz nach dem Wiederanpfiff hatte Leipzig die erste Möglichkeit des zweiten Durchgangs: Poulsen setzte sich auf dem rechten Flügel durch und bediente Keïta, der aus zwölf Metern aber links am Tor vorbeischoss (47.). Anschließend war das Spiel zunächst wieder von kleinen Fouls und Nicklichkeiten geprägt. Nach etwas mehr als einer Stunde spielte der VfB im Leipziger Strafraum Flipper mit den gegnerischen Verteidigern. Nach Thommy-Flanke wurden zunächst zwei Schüsse von Ginczek und ein letzter Versuch von Christian Gentner abgeblockt (63.).

Kompakter VfB stellt Leipzig vor Probleme

Kurz darauf fabrizierte Benjamin Pavard beinahe ein Eigentor als ein Querschläger des Franzosen nur knapp am eigenen Kasten vorbei flog (65.). Anschließend boten die Mannschaften viel Leerlauf, symptomatisch war ein Distanzschuss von Aogo, der sogar im Seitenaus landete. RB versuchte mit spielerischen Lösungen die Stuttgarter Abwehrreihe zu durchbrechen, war aber zu unpräzise. Zudem standen die Gastgeber defensiv kompakt und machten die Räume eng. Beide Trainer versuchten in der Schlussviertelstunde mit Wechseln neuen Schwung zu bringen, beim VfB kam Chadrac Akolo für Thommy (76.), eine Minute später musste der von Pfiffen begleitete Ex-Stuttgarter Werner für Augustin Platz machen. In der 80. Minute hatte Gómez die Chance zur Führung, köpfte aber knapp vorbei. Auf der Gegenseite zielte Keïta aus 20 Metern knapp vorbei, bei der anschließenden Ecke köpfte Willi Orban haarscharf über die Latte (81.). So stand auch am Ende der 90 Minuten ein 0:0.