Stuttgart unterliegt auch der Eintracht

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Drittes Spiel, dritte Niederlage: Der VfB Stuttgart hat unter seinem neuen Trainer Markus Weinzierl noch immer keinen Punkt eingefahren. Am Freitagabend verloren die Schwaben mit 0:3 (0:2) gegen Eintracht Frankfurt. Dabei offenbarte der Tabellenletzte große Probleme in der Defensive.

VfB-Coach Weinzierl nahm im Vergleich zum 0:4 bei der TSG 1899 Hoffenheim lediglich eine Veränderung vor: Dennis Aogo ersetzte den rot-gesperrten Emiliano Insúa. Auch Frankfurts Trainer Adi Hütter wechselte gemessen am 1:1-Unentschieden gegen den 1. FC Nürnberg nur einmal: Sébastien Haller spielte für den angeschlagenen Mijat Gaćinović.

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Es dauerte nicht lange, ehe es den ersten Aufreger der Partie gab. Ante Rebić hatte zum 1:0 für die Hessen getroffen, doch der Video-Assistent meldete sich zu Wort. Beim Zuspiel von Luka Jović stand der Torschütze im Abseits, so zählte der Treffer nicht (4.). Auf der anderen Seite kam Mario Gómez wenig später zur ersten Riesenchance für den VfB. Nach einer Flanke stand der Angreifer im Sechzehner völlig frei, konnte seinen Kopfball aber nicht im Tor unterbringen (9.). Im Gegenzug machte es Haller dann besser: VfB-Keeper Ron-Robert Zieler konnte einen wuchtigen Schuss von Jović nur zur Seite abwehren, der Franzose war zur Stelle und schob ein (11.). Die Gäste störten Stuttgart früh im Spielaufbau, sodass der VfB Probleme bekam, sich in Tornähe zu kombinieren.

Frankfurter Angriff zeigt sich kaltschnäuzig

Trotz der guten Frankfurter Defensive kam Nicolás González nach einer Flanke von Aogo zu einer guten Chance, setzte seinen Volley aber knapp neben den Pfosten (25.). Rebić hingegen zeigte einige Minuten später, wie eiskalt die Hessen spielen können: Zunächst war Haller noch an Zieler gescheitert, doch Jović machte den Ball noch einmal scharf, sodass Rebić einnicken konnte (32.). Trotz des erneuten Rückschlags gab sich Stuttgart nicht auf: Erik Thommy zog nach einer Standardsituation einfach mal aus 25 Metern ab, sein abgefälschter Versuch rauschte nur knapp am Tor vorbei (40.). Auch die nachfolgende Ecke wurde gefährlich: González köpfte nur haarscharf neben den Pfosten (41.).

Nach Wiederanpfiff kam zunächst einmal die Eintracht besser aus der Kabine. Jović hatte früh eine gute Chance, doch seinem Abschluss fehlte ein klein wenig Präzision (49.). Selbiges traf auf den Versuch von Christian Gentner zu (54.). Frankfurt stand in der Defensive sehr kompakt. Und nach vorne strahlten Haller und Co. immer wieder große Gefahr aus. So hatten Jović und Haller Riesenchancen aufs 3:0, die sie beide nicht nutzen konnten (64., 66.). Wenig später zappelte der Ball im Frankfurter Tor, doch der Jubel hielt nicht lange an. Aogo hatte bei der Entstehung klar im Abseits gestanden (68.). Nach vorne ging bei den Schwaben insgesamt nicht viel, dafür aber tauchte Frankfurt immer wieder gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Kurz vor Schluss sorgte der eingewechselte Nicolai Müller schließlich noch für das 3:0 (89.).