Stuttgart will den ersten Sieg

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Den ersten Punkt hat der VfB Stuttgart inzwischen in der Tasche, am Freitagabend (20.30 Uhr) soll nun der erste Dreier der Saison folgen. Fortuna Düsseldorf allerdings kommt mit Rückenwind – schließlich ging der Aufsteiger bislang in jedem Saisonspiel mit 1:0 in Führung.

Kaum noch etwas zu spüren ist beim VfB von der Euphorie des Sommers. Nach der Sensations-Rückrunde des Vorjahres war in Schwaben allenthalben von einem starken Saisonstart ausgegangen worden. Mit zwei Niederlagen und einem Remis sowie dem Pokal-Aus gegen Rostock (0:2) allerdings konnte die Elf von Tayfun Korkut dieser Erwartungshaltung nicht gerecht werden. Hoffnung macht Stuttgart aber immerhin das jüngste 3:3 in Freiburg: „Fakt ist, dass wir drei Tore geschossen, viele positive Momente gehabt und einen Punkt aus Freiburg mitgenommen haben“, sagte Coach Korkut. Nun müsse seine Mannschaft „den nächsten Schritt machen“ – eben mit einem Sieg gegen Düsseldorf. Dabei muss der 44-Jährige neben Marc-Oliver Kempf und Borna Sosa voraussichtlich auch auf Daniel Didavi verzichten, der unter Achillessehnenproblemen leidet.

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Ganz anders dagegen ist die Stimmung in Düsseldorf: Der Aufsteiger legte einen beeindruckenden Saisonstart hin. In allen drei bisherigen Bundesliga-Partien ging die Fortuna in Führung, vier Punkte stehen aktuell auf dem Konto der Elf von Friedhelm Funkel. Auf ein 1:2 gegen Augsburg folgten ein Unentschieden gegen Leipzig (1:1) und ein Sieg gegen Hoffenheim (2:1) – eine Ausbeute, die dem Neuling wohl nur die wenigsten Beobachter zugetraut hatten. Die starke Form möchte Trainer Funkel nun natürlich konservieren. „Wir müssen die richtigen Dinge in den richtigen Momenten abrufen und versuchen, leichte und schnelle Ballverluste zu vermeiden“, forderte der 64-Jährige vorab. Seine Mannschaft brauche „die nötige Cleverness, um etwas zu holen und dem Druck des VfB standzuhalten“. Bei dieser Aufgabe kann Funkel voraussichtlich auf die gleiche Elf setzen, die sich zuletzt gegen Hoffenheim durchgesetzt hatte – und wird wohl die Ex-Stuttgarter Marcin Kamiński und Matthias Zimmermann bringen.

VfB Stuttgart: Zieler – Beck, Baumgartl, Pavard, Insúa – Ascacíbar, Aogo – Akolo, Gentner – González – Gómez

Fortuna Düsseldorf: Rensing – Ayhan, Bodzek, Kamiński – Zimmer, Gießelmann – Zimmermann, Sobottka, Morales – Ducksch, Hennings

Klar, der Siebte der Vorsaison empfängt einen Aufsteiger – ganz so eindeutig, wie es die Konstellation nahelegt, wird es am Freitagabend aber wohl kaum zugehen. Stuttgart nämlich hat den Schwung der vergangenen Rückrunde längst verloren, Düsseldorf dagegen kommt mit Rückenwind. Zudem hat die Fortuna bereits gegen Leipzig und Hoffenheim bewiesen, auch in schwierigen Situationen und gegen spielstarke Gegner einen Schlüssel parat zu haben. Dem VfB droht ein heißer Tanz – und möglicherweise eine handfeste Krise.