Tedesco: „Ich bin nicht blauäugig“

Foto: Dean Mouhtaropoulos/Bongarts/Getty Images

Zwei Spiele, null Punkte: Beim FC Schalke 04 hatte man sich den Start in die neue Saison anders vorgestellt. Durchaus selbstkritisch geht Trainer Domenico Tedesco mit dem Fehlstart um, verspricht aber eine Rückkehr zu den Qualitäten der Vorsaison.

„Wir wollen und werden nichts schönreden. Aber bei uns wird jetzt keiner unruhig“, sagte Tedesco im Interview der Sport Bild. „Zu 100 Prozent“ werde die Mannschaft „die Form aus der vergangenen Saison wiederbekommen“, kündigte der 33-Jährige an. Das Selbstbewusstsein seiner Spieler allerdings ist erst mal im Keller: Zum Auftakt der neuen Saison gab es ein 1:2 in Wolfsburg und ein 0:2 gegen Hertha BSC. Statt des angepeilten Sechs-Punkte-Starts findet sich Schalke erst mal im Tabellenkeller wieder.

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Dabei ist sich Tedesco bewusst, dass auch seine Person im Falle weiterer Misserfolge irgendwann auf dem Prüfstand steht. „Ich bin nicht der Blauäugige“, ergänzte der Deutsch-Italiener, „der sagt: Ich bin vergangene Saison mit Schalke in die Champions League gekommen, jetzt möchte ich die Lorbeeren der vergangenen Spielzeit einsammeln und endlos Kredit haben.“ Jeder Akteur stünde irgendwann auf dem Prüfstand – der Trainer, aber eben auch die Spieler. Stammplätze seien „nicht eingefroren“, sagte Tedesco. „Woche für Woche“ müsse man sich diese „erarbeiten“. In Schutz nahm er Sebastian Rudy: Man dürfe dem Mittelfeldspieler nicht sofort einen „großen Rucksack“ aufschnallen. Rudy werde schon noch in die angedachte Rolle hereinwachsen, glaubt Tedesco: „Dass er ein Leader sein kann, liegt auf der Hand.“