Tedesco verliert nur kurz die Orientierung

Foto: Dean Mouhtaropoulos/Bongarts/Getty Images

Nach dem Schlusspfiff verlor Domenico Tedesco kurz die Orientierung. Der Trainer des FC Schalke 04 schlug nach dem 2:0 (0:0) bei Fortuna Düsseldorf in den Stadion-Katakomben den falschen Weg Richtung Gästekabine ein. Als er seinen Fehler bemerkte, musste er herzhaft lachen.

Die Laune des 33-Jährigen war nach dem dritten Pflichtspielsieg des Vizemeisters in Folge ohnehin ausgesprochen gut, wovon nach 30 Minuten noch keiner ausgehen konnte. Nach einer halben Stunde hatte Tedesco angesichts der vogelwilden Vorstellung seines Teams noch an der Seitenlinie getobt, anschließend immer wieder neue Anweisungen aufs Feld gerufen.

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„Wir haben in der ersten Hälfte Kräfte gespart, damit wir nach der Pause durchstarten konnten“, sagte nach dem Schlusspfiff ironisch Guido Burgstaller, der mit seinem ersten Saisontreffer in der 53. Minute frühzeitig den Sack zugemacht hatte. Weston McKennie (47.) hatte zuvor Teil eins des spielentscheidenden Doppelpacks geschnürt. „Drei Siege in der englischen Woche, das kann sich sehen lassen. Respekt an meine Mitspieler, da hat sich jeder Einzelne für den Erfolg der Mannschaft zerrissen“, sagte Burgstaller und ergänzte: „Das Team ist charakterlich einwandfrei. Wir sind schon eine geile Truppe.“ Der Österreicher ist überzeugt davon, dass Schalke nach dem Katastrophenstart mit fünf Niederlagen in der Liga wieder auf Kurs ist: „Wir sind auf dem richtigen Weg.“

„Im zweiten Durchgang war es eine andere Musik“

Auch McKennie, der unter der Woche kurz vor Schluss den 1:0-Erfolg in der Champions League bei Lokomotive Moskau sichergestellt hatte, strahlte. „Wir haben wieder die richtige Balance zwischen Fußball spielen und kämpfen gefunden“, sagte der Junioren-Nationalspieler der USA und bemerkte dann noch: „Wir haben auch für den Trainer gefightet, das hat geklappt. Ich bin froh, dass ich der Mannschaft heute nach dem Treffer in Moskau erneut helfen konnte.“ Tedesco war dann am Ende auch trotz der schwachen ersten Hälfte zufrieden. „Im zweiten Durchgang war es eine andere Musik. Kompliment an meine Mannschaft, die es insgesamt gut gemacht hat“, sagte der Schalke-Coach.