Tedesco verweist auf die „Hypothek“ des Saisonstarts

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Nach einem zwischenzeitlichen Aufschwung mit drei Pflichtspielsiegen in Folge musste der FC Schalke 04 beim Auswärtsspiel in Frankfurt (0:3) wieder einen herben Rückschlag hinnehmen. Die Stimmung bei den „Knappen“ war nach dem Abpfiff auch dementsprechend gedrückt.

Es schien fast so, als ob Domenico Tedesco sein Zwischenfazit nach dem enttäuschenden ersten Saisondrittel schon vor der Pleite am Sonntagabend auswendig gelernt hatte. „Es war klar, dass wir die Hypothek der fünf Niederlagen zu Beginn der Spielzeit lange mit uns herumschleppen werden“, sagte der Cheftrainer des Vizemeisters im Anschluss an das 0:3 (0:0) beim DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt. Die Antwort auf die Frage, warum Königsblau zum wiederholten Mal in der Bundesliga nur schwer zu verdauende Defensivkost ohne jegliche Inspiration in der Offensive zu bieten hatte, blieb Tedesco indes schuldig.

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„Wir haben von den zurückliegenden neun Spielen nur zwei verloren. Wir wissen, wie man Spiele gewinnt“, betonte der 33-Jährige fast schon trotzig und verwies auf die fünf ungeschlagenen Partien vor dem schwachen Auftritt in Frankfurt. Dennoch bleibt es dabei, dass Schalke trotz der Investitionen von 60 Millionen Euro im Sommer den Erwartungen weiter hinterherhinkt. Lediglich zehn Punkte haben die Gelsenkirchener auf dem Konto und liegen damit nur einen Zähler vor dem Relegationsplatz. Die magere Ausbeute von acht Treffern (Liga-Minusrekord gemeinsam mit dem VfB Stuttgart) zeigt deutlich, woran es hapert.

Schalke-Coach sieht die Stimmung nicht kippen

Auch die Profis haben das erkannt. „Wir sind als Mannschaft nicht gierig genug. Wir haben zu wenig Spieler, die geil auf Tore sind“, äußerte Angreifer Guido Burgstaller. Obwohl die mitgereisten Anhänger äußerst ungehalten auf die schlechte Vorstellung in der Frankfurter Commerzbank-Arena reagierten, befürchtet Tedesco keine negativen Auswirkungen: „Die Gefahr, dass die Stimmung kippt, sehe ich nicht.“