Terodde nach Sané-Tritt: „Glück im Unglück“

Stürmer Simon Terodde vom 1. FC Köln musste am Samstag beim 1:1 gegen Hannover 96 nach einem Tritt ins Gesicht von 96-Verteidiger Salif Sané in der 61. Minute ausgewechselt werden. Es gab allerdings schnell wieder Entwarnung: Der 29-Jährige ist nicht schlimmer verletzt.

Terodde kam mit einer leichten Gehirnerschütterung davon. Trotzdem hatte der Treffer des Hannoveraners ihn für kurze Zeit ausgeknockt. „Der Moment des Zusammenstoßes ist bei mir komplett gelöscht. Ich war kurz weggetreten und wusste nicht mehr, was passiert ist“, erzählte der Angreifer am Montag. Der Winter-Neuzugang vom VfB Stuttgart wurde auf einer Trage vom Feld transportiert und in die Kabine gebracht. „Erst auf dem Weg in die Kabine bin ich wieder richtig zu mir gekommen. Meine Frau war auch direkt da. Sie war im Stadion und hat sich große Sorgen gemacht“, sagte der gebürtige Bocholter.

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„Letztlich hatte ich Glück im Unglück. Ich hatte ordentliche Kopfschmerzen, aber sonst ist nichts weiter verletzt“, zeigte sich Terodde froh. Bereits am Dienstag soll der Profi mit Fahrradfahren wieder langsam ins Training einsteigen. Der Offensivspieler nahm Sané die Aktion nicht übel. Der Senegalese schaute nach dem Abpfiff bei seinem Gegenspieler vorbei und erkundigte sich nach dessen Wohlbefinden. Außerdem entschuldigte er sich auch öffentlich auf seinem Instagram-Account: „Ich möchte mich immer noch für diesen schlimmen Schlag entschuldigen.“ Terodde nahm diese Entschuldigung höflich an. „Ich unterstelle ihm keine Absicht. So etwas passiert im Fußball. Es ist ein großes Zeichen, dass er sich direkt danach und mehrfach bei mir entschuldigt hat“, meinte er.

Terodde hadert mit dem Schiedsrichter

Deutlich erregter zeigte er sich über den aberkannten Siegtreffer seines FC, den er in der Kabine mitverfolgte. Claudio Pizarro hatte in der Nachspielzeit das 2:1 erzielt. Schiedsrichter Markus Schmidt verweigerte dem Treffer nach Hinweis des Video-Assistenten allerdings wegen einer vorausgegangenen Abseitsstellung die Anerkennung. „Als die Wiederholung des Tors gezeigt wurde, habe ich bereits geahnt, dass der Treffer zurückgenommen werden könnte. Letztlich war es ja auch Abseits. Das ist Fakt. Trotzdem ist es bitter. Zumal wir auch mehrfach zurückgepfiffen wurden, als es kein Abseits war“, haderte Terodde mit den Entscheidungen des Unparteiischen.