Terodde schießt Köln an die Spitze

Foto: Thomas Eisenhuth/Bongarts/Getty Images

Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln klettert dank Torjäger Simon Terodde vorübergehend an die Tabellenspitze der 2. Bundesliga. Die SpVgg Greuther Fürth verspielte in den Schlussminuten derweil eine 2:0-Führung.

Tobias Mohr erzielte vor 7.480 Zuschauern im Ronhof mit einem Volleyschuss die Führung für die Gastgeber (55.). Paderborn hatte kurz vor der Pause Außenverteidiger Mohamed Dräger verloren, der nach zwei Fouls innerhalb von drei Minuten die Gelb-Rote Karte sah (45.). Daniel Keita-Ruel (84.) erhöhte mit seinem dritten Saisontor auf 2:0. Philipp Klement (89.) gelang das Anschlusstor und leitete die turbulente Schlussphase ein. Lukas Boeder (90.+1) traf zum Ausgleich.

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Absteiger 1. FC Köln tut sich in den Heimspielen weiterhin schwer. Knapp zwei Wochen nach dem 1:1 gegen Union Berlin mühten sich die Rheinländer gegen Erzgebirge Aue zu einem 3:1 (1:1) und übernahmen die Tabellenführung. Es war der zweite Saisonsieg des FC nach dem 2:0 zum Auftakt beim VfL Bochum. Terodde (26./69./89.), der den Vorzug vor Jhon Córdoba erhielt, war dreimal für die Kölner erfolgreich. Clemens Fandrich (29.) war mit einem Fernschuss zum zwischenzeitlichen 1:1 erfolgreich und überraschte FC-Keeper Timo Horn. Trotz deutlicher Überlegenheit hat Aufsteiger 1. FC Magdeburg seinen ersten Sieg verpasst. Die Mannschaft von Trainer Jens Härtel kam gegen den ebenfalls noch sieglosen FC Ingolstadt nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Beide Teams bleiben mit jeweils zwei Punkten Tabellennachbarn im unteren Drittel.

Aufsteiger Magdeburg im Pech

Dennis Erdmann brachte die Gastgeber vor 18.913 Zuschauern mit einem sehenswerten Volleyschuss ins kurze Eck in Führung (29.). Der Ball lag bereits zum dritten Mal im Ingolstädter Tor, doch erstmals zählte der Treffer. Zuvor hatte Nils Butzen erst den Ball über die Linie gestochert (3.), dann eine Ecke direkt verwandelt (11.), Schiedsrichter Thorben Siewer hatte aber die Anerkennung jeweils verweigert. Diskussionen gab es auch beim überraschenden Ausgleich: Sonny Kittel schlenzte eine Freistoßflanke ins Tor, mehrere im Abseits stehende „Schanzer“ irritierten Torhüter Jasmin Fejzic, der allerdings keine gute Figur machte (43.). Danach kochten die Emotionen hoch. Auch nach der Pause blieb Magdeburg die aktivere und torgefährlichere Mannschaft.