Titelverteidiger startet gegen Mexiko ins Turnier

Die deutsche Nationalmannschaft startet am frühen Sonntagabend (17 Uhr) gegen Mexiko ins WM-Turnier. Mit einem überzeugenden Auftakt gegen die Nordamerikaner in Moskau soll die Jagd nach dem fünften Stern beginnen.

„Ehrgeiz und Hunger sind bei uns noch vorhanden“, versprach Bundestrainer Joachim Löw, der wie seine Mannschaft auf den Anpfiff brennt: „Man spürt, dass der Pegel der Anspannung ständig steigt, auch bei den Spielern, die schon lange dabei sind. Die WM ist das ganz Besondere, es gibt nichts Besseres.“ Deshalb sollen Kapitän Manuel Neuer & Co. gegen Mexiko, laut Löw „ein wahnsinnig schwerer Gegner“, gleich zu Beginn „ein Zeichen setzen. Es ist unser Anspruch, zu gewinnen“, betonte der Bundestrainer. Julian Draxler wird definitiv in der Startelf stehen, Mesut Özil und Marco Reus kämpfen um den vakanten Platz im Mittelfeld. Der achte WM-Startsieg seit 1990 nacheinander könne die Mannschaft „beflügeln“, glaubt Löw.

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Die mexikanische Nationalmannschaft verfügt wie auch die deutsche über einen ausgeglichenen Kader. Die Nordamerikaner sind physisch sehr präsent und nennen einen starken Kampfgeist ihr Eigen. Der herausragende Spieler ist der ehemalige Leverkusener Javier Hernández, der zudem bereits für Real Madrid und Manchester United auf Torejagd ging. Aktuell schnürt der Stürmer für den englischen Erstligisten West Ham United die Schuhe. Mexiko ist dafür bekannt, es seinen Gegnern immer schwer zu machen und hat gute Chancen aufs Weiterkommen. In der WM-Quali gewannen die Nordamerikaner sechs von zehn Spielen und setzten sich deutlich als Gruppensieger vor Costa Rica durch.

Deutschland: Neuer – Kimmich, Boateng, Hummels, Hector – Khedira, Kroos – Müller, Özil, Draxler – Werner

Mexiko: Ochoa – Salcedo, Ayala, Moreno, Layún – Herrera – dos Santos, Guardado – Vela, Lozano – Chicharito

Trotz der zuletzt durchschnittlichen Leistungen geht die deutsche Mannschaft als Favorit in die Partie. Mit Mexiko trifft die DFB-Auswahl zum Auftakt zwar auf den vermeintlich schwersten Gegner der Gruppe, dennoch ist ein klarer Sieg nicht abwegig. Offen bleibt, wie die Fans in Russland auf Özil und İlkay Gündoğan reagieren.