Torflaute bei 96: Wer hilft Füllkrug?

Hannover 96 ist in der Rückrunde die Treffsicherheit abhanden gekommen. Bleibt Top-Torjäger Niclas Füllkrug glücklos, fehlen Spieler, die in die Bresche springen. Und das, obwohl der Konkurrenzkampf auf den Offensiv-Positionen so groß ist wie nie.

Nur acht Treffer glückten Hannover in acht Rückrundenspielen. Eine Quote, die für einen Aufsteiger zunächst einmal nicht allzu dramatisch klingt. Fünf dieser acht Tore gehen allerdings auf das Konto von Niclas Füllkrug, der mit zehn Treffern mittlerweile Top-Torjäger bei den „Roten“ ist. Die steile Entwicklung des gebürtigen Hannoveraners, dem zu Saisonbeginn kaum jemand eine solche Rolle zugetraut hatte, ist bemerkenswert. Fatal ist allerdings auch, dass sich zuletzt keine treffsichere Alternative zu dem 25-Jährigen aufdrängte.

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Bei den jüngsten 0:1-Niederlagen gegen Borussia Mönchengladbach und bei Eintracht Frankfurt wurde deutlich: Hat Füllkrug mal einen schlechten Tag, bleibt 96 vor dem gegnerischen Gehäuse harmlos. Dabei hat Trainer André Breitenreiter auf den Angriffspositionen aktuell die Qual der Wahl. Rekordtransfer Jonathas ist nach mehrmonatiger Verletzungspause zurück und kam in den vergangenen beiden Partien als Joker zum Einsatz. Große Wirkung hatten seine Kurzeinsätze nicht, beim Brasilianer muss allerdings auch die lange Pause berücksichtigt werden.

Harnik im Dauertief – Klaus als Hoffnungsträger

Anders liegt der Fall bei Martin Harnik. Der Österreicher traf an den ersten sieben Spieltagen fünfmal und war in der Aufstiegssaison mit 17 Toren zudem absoluter Leistungsträger. Seit dem 30. September kam nur noch ein Treffer gegen die TSG 1899 Hoffenheim (2:0) hinzu. In Frankfurt stand er nach vier Spielen auf der Bank mal wieder in der Startelf – und blieb ebenso blass wie seine Nebenmänner. Flügelstürmer Ihlas Bebou gehörte auch in den vergangenen Wochen meist zu den aktiveren Akteuren bei 96, ist in diesem Jahr aber auch noch ohne eigenen Treffer. Gegen Gladbach köpfte er eine Flanke völlig freistehend aus kurzer Distanz über das Tor – das Abschlussglück aus der Hinrunde sucht er aktuell.

Felix Klaus ist im Vergleich zu Bebou, Harnik und Jonathas noch der Effektivste neben Füllkrug. Gegen den SC Freiburg steuerte er ein Tor bei, bereitete in der Rückrunde zudem zwei Treffer des 96-Angreifers vor. Der technisch beschlagene Offensivspieler musste allerdings in Gladbach schon früh verletzt ausgewechselt werden, in Frankfurt fehlte er. Seine Rückkehr könnte gegen den FC Augsburg am kommenden Samstag (15.30 Uhr) für Belebung sorgen. Und eine weitere Offensivwaffe arbeitet nach harten Monaten an seinem Comeback: Noah-Joel Sarenren Bazee ist wieder im Mannschaftstraining und könnte in absehbarer Zeit für neue Konkurrenz sorgen.