Trapp nach Comeback: „Bitter, enttäuschend und tut weh“

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Seine Rückkehr hatte sich Kevin Trapp ganz anders vorgestellt. In der sechsten Minute der Nachspielzeit hatte Werder-Joker Milot Rashica am Samstagnachmittag einen Freistoß perfekt über die Mauer ins Tor gezirkelt.

„So das Gegentor zu bekommen, in der letzten Sekunde – das ist bitter, enttäuschend und tut weh“, sagte Nationaltorhüter Trapp mit leiser Stimme nach der unglücklichen 1:2 (0:1)-Niederlage gegen den SV Werder Bremen. Haltbar sei der Ball nicht gewesen, meinte Trapp. „Wenn er ins Torwarteck gegangen wäre, dann wäre es mein Fehler. So aber muss ich ein bisschen warten und darf nicht zu viel riskieren. Aber er war auch gut geschossen“, sagte Trapp. Trainer Adi Hütter stimmte zu, merkte aber an: „Es wäre schön gewesen, wenn er ihn hätte halten können.“

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Damit unterlag Frankfurt den Bremern erstmals seit 2009 vor heimischer Kulisse, die aufkeimende Euphorie nach dem 2:0-Auftaktsieg in Freiburg war bei den Hessen innerhalb von Sekunden wie verflogen. „Mit einem Sieg wären wir richtig gut gestartet, so ist es jetzt ein kleiner Dämpfer“, ärgerte sich Trapp. „Jetzt musst du in der Länderspielpause alles aufarbeiten und hinterfragen.“ Es wartet viel Arbeit auf Hütter, der bei seinem Heimdebüt in der Bundesliga gerne einen Punkt mitgenommen hätte. „Wenn man so verliert, tut es einfach weh. Die Niederlage ist sehr unglücklich“, sagte der Österreicher nach der dritten Niederlage im vierten Pflichtspiel. „Es tut mir leid für die Mannschaft und die Fans, dass wir hier als Verlierer vom Platz gehen.“

Hütter bleibt trotz der Niederlage positiv

Der frühe Platzverweis des Linksverteidigers Jetro Williams (32.) nach dem 0:1 durch Yūya Ōsako (21.) erschwerte Frankfurt die Arbeit. „Er weiß es selbst, dass das nicht professionell genug war“, sagte Hütter über den Schlag des 24-jährigen Niederländers gegen Bremen-Verteidiger Theodor Gebre Selassie. Die Eintracht kam dennoch zurück, glich dank eines Elfmeters von Sébastien Haller aus (54.). Hütter blieb trotz der Niederlage positiv: „Wir haben 60 Minuten in Unterzahl heroisch gekämpft. Wir sind physisch in einem sehr guten Zustand.“ Eigentlich gute Voraussetzungen, um die Zusatzbelastung Europa League sowie die nächsten Aufgaben in der Liga gegen Borussia Dortmund und RB Leipzig zu meistern.