TSG schlägt Stuttgart deutlich

Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Die TSG 1899 Hoffenheim hat sich am Samstagabend mit 4:0 (0:0) gegen den VfB Stuttgart durchgesetzt. Die Gäste spielten lange in Unterzahl – und die Kraichgauer hatten starke 15 Minuten, in denen sie alle Tore erzielen konnten. Damit knüpft die Heimelf langsam ans vordere Tabellendrittel an.

TSG-Coach Julian Nagelsmann nahm im Vergleich zum 3:3-Unentschieden gegen Olympique Lyon vier Veränderungen an seiner Startelf vor: Kevin Akpoguma, Nico Schulz, Kerem Demirbay und Ádám Szalai rückten auf die Bank, von Beginn an mitwirken durften Joshua Brenet, Steven Zuber, Reiss Nelson und Joelinton. VfB-Trainer Markus Weinzierl genügte gemessen am 0:4 gegen Borussia Dortmund eine Veränderung: Holger Badstuber ersetzte Gonzalo Castro.

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Der VfB kam mit viel Tempo ins Spiel und hatte früh eine erste gute Chance: Mario Gómez machte sich nach einem Steilpass auf in Richtung des Hoffenheimer Tores, doch Kevin Vogt holte den Angreifer ein und bedrängte ihn bei seinem letztlich schwachen Abschluss (6.). Kurz darauf wurde es wild: Emiliano Insúa holte Pavel Kadeřábek übel von den Beinen und es gab eine Rudelbildung. Sogar der Videobeweis wurde zur Hilfe gezogen – und half Schiedsrichter Frank Willenborg bei seiner Entscheidung, Insúa mit Rot vom Feld zu schicken (8.). Stuttgart zog sich nun erst einmal zurück. Dennoch kam Ishak Belfodil zu einem Schlenzer, der am rechten Pfosten landete (23.).

Hoffenheim offensiv ohne Ideen

Insgesamt allerdings kam dafür, dass die Kraichgauer in Überzahl spielten, zu wenig von der TSG. Stuttgart hatte keine allzu großen Probleme, die Heimelf vom Kasten von Ron-Robert Zieler fernzuhalten. Und in der Offensive gelang es dem VfB, die Bälle lange zu halten. Am Ende aber kam nicht viel dabei rum. Die fehlende Anspielstation war den Schwaben anzumerken. In der Schlussphase des ersten Durchgangs musste der VfB erneut zittern: Santiago Ascacíbar foulte Florian Grillitsch, es gab Gelb. Allerdings meldete sich wieder der Video-Schiedsrichter zu Wort. Dieses Mal blieb es bei der Verwarnung (38.). Grillitsch indes konnte nicht weitermachen, er wurde von Demirbay ersetzt (40.).

Nach Wiederanpfiff übernahm die TSG wieder die Spielkontrolle und versuchte, viel Druck auszuüben. Die erste Chance aber gehörte Gómez, dem aufgefallen war, dass Oliver Baumann weit vor seinem Tor stand und daher einen Lupfer von der Mittellinie aus probierte. Dieser flog aber rechts vorbei (47.). Wenig später ging Hoffenheim in Führung: Nelson ließ mehrere Gegner aussteigen und zog ab. Den ersten Versuch parierte Zieler noch, doch Brenet war zur Stelle und versenkte den Abstauber (48.). Kurz darauf bediente der Verteidiger dann Joelinton, der in der Mitte zum 2:0 einschieben konnte (51.). Der VfB war nun völlig überfordert – und Hoffenheim blieb dran. Nur wenige Minuten nach dem zweiten Treffer erhöhte Belfodil auf 3:0 (57.). Die Vorlage kam von Joelinton. Kurz darauf machte Belfodil sogar das 4:0 (60.). Christian Gentner hatte einen katastrophalen Fehlpass gespielt.

Durchatmen in den Schlussminuten

Nach den furiosen 15 Minuten zog sich die Heimelf erst einmal etwas zurück und atmete durch. Vor allem der VfB durfte sich in dieser Phase etwas regenerieren. Das Spiel allerdings war entschieden. Hoffenheim blieb nichtsdestotrotz die aktivere Mannschaft und tauchte ab und zu in Tornähe auf. So hatte der eingewechselte Vincenzo Grifo noch eine Riesenchance, als er seinen Abschluss an den Pfosten setzte (86.). Auch Zuber kam noch einmal zu einem guten Versuch (87.). Am Ende aber blieb es beim 4:0.