TSG vs. RB: Nagelsmann will Duell mit der Zukunft gewinnen

Foto: Matthias Kern/Bongarts/Getty Images

Für Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann ist das Spiel gegen RB Leipzig gleichzeitig ein Duell mit dem künftigen Arbeitgeber. Das Aufeinandertreffen der beiden ambitionierten Teams am Samstag (15.30 Uhr) bekommt so eine zusätzliche Brisanz.

TSG-Coach Nagelsmann, der ab Juli 2019 in Leipzig trainieren wird, war vor der Partie gegen seinen künftigen Klub darum bemüht, die besondere Konstellation nicht zu sehr in den Vordergrund rücken zu lassen. „Für mich ist das ein ganz normales Bundesliga-Spiel“, sagte Nagelsmann auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. „Ich brenne darauf, am Samstag drei Punkte zu holen und versuche, Vollgas zu geben.“ Ohnehin ist das Spiel aber aufgrund der Tabellensituation hochinteressant. Der Gewinner der Partie kann in die Spitzengruppe springen, die TSG steht aktuell auf dem neunten Rang, RB auf dem achten. Nagelsmann warnte vor den Gästen: „Wir müssen vor allem die Anfangsphase positiv gestalten. Es wird anfangs darum gehen, ihrer Power zu widerstehen.“ Womöglich erstmals in dieser Saison dabei mithelfen kann Kerem Demirbay. Der Nationalspieler ist nach Adduktorenproblemen wieder eine Option. Offen ist aber noch, ob er zum Einsatz kommt.

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Der RB-Saisonstart ist bislang eine regelerechte Achterbahnfahrt. Enttäuschten die „Roten Bullen“ in der vergangenen Woche in der Europa League gegen RB Salzburg (2:3) noch völlig und hatten gegen Eintracht Frankfurt (1:1) noch viel Luft nach oben, zeigten sie sich gegen den VfB Stuttgart (2:0) stark verbessert. Trainer Ralf Rangnick blickt der interessanten Begegnung mit Hoffenheim mit Spannung entgegen. „In der Partie steckt viel Brisanz, einerseits aufgrund der Tabellensituation, andererseits weil Julian Nagelsmann nächstes Jahr unser Trainer wird. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, aber erst einmal freue ich auf morgen und bin heiß auf das Duell“, sagte er. Verzichten muss er auf Emil Forsberg (wird geschont) und Lukas Klostermann (Knieprobleme), dagegen ist Marcelo Saracchi nach überstandenen Muskelbeschwerden gegen Hoffenheim wieder eine Option.

TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Akpoguma, Vogt, Bičakčić – Kadeřábek, Grillitsch, Schulz – Bittencourt, Zuber – Joelinton, Kramarić

RB Leipzig: Gulácsi – Laimer, Konaté, Orban, Saracchi – Demme, Ilsanker – Kampl, Sabitzer – Werner, Augustin

Zwei spielfreudige Teams voller Offensivdrang: Es ist ein unterhaltsames Spiel zu erwarten, wie beim letzten Duell, das Hoffenheim mit 5:2 gewann. Eine solche Deutlichkeit dürfte diesmal nicht zustande kommen. Gewinnen wird vermutlich das Team, das einen Fehler weniger macht.