Überragender Müller beim 4:0 in Freiburg

Der FC Bayern München hat seinen Vorsprung in der Bundesliga auf 20 Punkte ausgebaut. Gegen den SC Freiburg gewann der Rekordmeister am Sonntagabend problemlos mit 4:0 (2:0).

Freiburg-Coach Christian Streich ließ anders als beim Unentschieden in Hoffenheim (1:1) Philipp Lienhart von Beginn an auflaufen. Marco Terrazzino stand dafür nicht im Kader. Jupp Heynckes hingegen nahm gleich sechs Veränderungen vor: Für Robert Lewandowski, Javi Martínez, Rafinha, Niklas Süle, Arjen Robben (alle Bank) und Franck Ribéry (erkrankt) rückten Joshua Kimmich, Jérôme Boateng, Sandro Wagner, Corentin Tolisso, Juan Bernat und Arturo Vidal in die Startelf.

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Die Hausherren machten von Beginn an klar, dass sie sich nicht hinten reinstellen wollen. Passend dazu kam der erste Abschluss der Partie von einem Freiburger. Lucas Höler konnte aber nicht für große Gefahr sorgen (2.). Nachdem ein Versuch von Tolisso (11.) das SCF-Gehäuse deutlich verfehlte, bot sich den Gastgebern im Gegenzug die Riesenchance: Höler scheiterte nach Zuspiel von Janik Haberer aber am stark reagierenden Sven Ulreich (12.). Ein weiterer Versuch von Pascal Stenzel aus halblinker Position flog am kurzen Pfosten vorbei (17.).

Schwolow unglücklich, Tolisso sehenswert

Eine erste Bewährungschance erhielt Freiburg-Keeper Alexander Schwolow bei einem leicht abgefälschten Schuss von Thiago, den er ohne Probleme parieren konnte (22.). Nur kurz darauf legte sich der Schlussmann die Kugel ins eigene Tor. Ein feiner Pass von Mats Hummels landete bei Thomas Müller, der aus spitzem Winkel die Innenseite hinhielt. Den ersten Versuch wehrte Caglar Söyüncü noch mit der Hacke ab, den Nachschuss befördert Schwolow unglücklich ins eigene Netz (25.). Keine 180 Sekunden später erhöhte Tolisso per Traumtor aus fast 30 Metern auf 2:0 (28.). Trotz einer ansprechenden Leistung lagen die Freiburger nach 45 Minuten mit zwei Toren in Rückstand.

Der zweite Durchgang startete mit einem Doppelwechsel beim Sportclub: Florian Kath und Amir Abrashi kamen für Lienhart und Höfler in die Begegnung. Lewandowski-Ersatz Wagner gehörte derweil die erste Chance nach der Pause, er verfehlte per Kopf jedoch knapp (49.). Kurz darauf gelang dem Ex-Hoffenheimer sein Treffer dann doch noch: Stenzel verschätzte sich gegen Bernat, der bis zur Grundlinie durchlief und dann flach in die Mitte passte. Dort landete der Ball über Umwege bei Wagner, der ihn über die Linie drückte (54.).

Müller setzt noch einen drauf

Nachdem Bernat (57., 61.) aus besten Gelegenheiten keinen Profit schlagen konnte, erhöhte Müller nach einer halbhohen Eckballvariante durch Kimmich per Dropkick auf 4:0 (69.). In der Schlussphase blieben die Bayern das bessere Team, verloren durch etwaige Wechsel aber die letzte Konsequenz im Spiel nach vorne. Freiburg bleibt trotz der 0:4-Niederlage auf Rang 13 mit vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang. Die Bayern hingegen ziehen weiter einsam ihre Kreise.