UEFA modifiziert die Champions League

Der moderne Fußball bringt so einige Neuerungen mit sich. Auch in der Champions League wird sich ab der kommenden Saison einiges ändern. „Evolution, nicht Revolution“, nennt die UEFA die anstehenden Modifikationen.

Die meisten Veränderungen betreffen die frühe Phase des Wettbewerbs. In der Gruppenphase wird in Zukunft wie in der Europa League zu verschiedenen Zeiten angestoßen. Hier werden statt wie bislang 22 Teams nun 26 gesetzt sein. Neben den Titelverteidigern aus der Königsklasse und der Europa League sind das die vier besten Teams aus Spanien, England, Italien und auch Deutschland. Damit wird der Viertplatzierte der laufenden Bundesliga-Saison nicht mehr den Gang in die Qualifikation antreten müssen. In diesem Jahr war dort die TSG Hoffenheim gescheitert. Aus Frankreich und Russland sind die zwei besten Mannschaften gesetzt. Dazu kommen die Meister aus Portugal, der Ukraine, Belgien und der Türkei.

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Sollte sich der amtierende Titelträger der Champions League auch über die Platzierung in der Liga qualifiziert haben, geht der freie Platz nicht an einen nationalen Kontrahenten, sondern an den Meister des an elfter Stelle eingestuften Landes. Ansonsten würde dieser im Meisterweg der Qualifikation starten. In der Qualifikation gab es bislang einen Meister- und einen Ligaweg. Der Meisterweg wird ab der nächsten Spielzeit mit einem neu geschaffenen Mini-Turnier im K.o.-Format beginnen. Vier Klubs nehmen daran teil. Es folgen wie gehabt drei Qualifikationsrunden und abschließend die Play-offs.

Europäische Wettbewerbe werden noch lukrativer

Auch betreffend der Klub-Koeffizienten und des Verteilungsschlüssels gibt es Neuerungen. Die Teilnahme an den europäischen Wettbewerben wird erheblich lukrativer. Das neue Verteilungssystem basiert auf den vier Säulen Antrittsprämie, Leistungszahlungen, individueller Klub-Koeffizient und Marktanteil. Sportliche Leistungen sollen dadurch besser vergütet werden. Für die Ermittlung des Klub-Koeffizienten wird es ebenfalls ein neues System geben, die Vereine werden künftig an ihren eigenen Bilanzen gemessen. Der Anteil des Nationalverbandes fällt somit weg, sofern jener Koeffizient nicht niedriger als 20 Prozent des Verbands-Koeffizienten ist. Historische Erfolge wie Titel in Champions und Europa League sollen ebenso in die Berechnung des Koeffizienten einfließen.