Umkämpftes 1:1 zwischen Frankfurt und Leipzig

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Im Duell der Europa League-Teilnehmer trennten sich Eintracht Frankfurt und RB Leipzig zum Abschluss des vierten Spieltags mit 1:1 (1:0). Damit bleiben beide Klubs im unteren Mittelfeld der Tabelle.

Eintracht-Trainer Adi Hütter nahm nach dem 2:1-Erfolg in Marseille zwei Änderungen an seiner Startelf vor: Gelson Fernandes und Luka Jović ersetzten den rotgesperrten Jetro Willems und Lucas Torró (nicht im Kader). RB-Coach Ralf Rangnick wirbelte seine Anfangsformation gegenüber dem 2:3 gegen den FC Red Bull Salzburg ordentlich durch: Péter Gulácsi, Willi Orban, Marcelo Saracchi, Diego Demme, Emil Forsberg, Yussuf Poulsen und Timo Werner begannen. Yvon Mvogo, Ibrahima Konaté, Stefan Ilsanker, Bruma sowie Matheus Cunha saßen dafür zunächst auf der Bank, Nordi Mukiele und Jean-Kévin Augustin waren aus disziplinarischen Gründen nicht im Kader.

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Die Hausherren begannen dominant und hielten den Ball in den eigenen Reihen, Leipzig probierte es mit dem gewohnten frühen Pressing. Erst kam Werner einen Schritt zu spät und verpasste die Schussposition (10.), wenig später stand er beim vermeintlichen 1:0 klar im Abseits (12.). Werner blieb zunächst aber der auffälligste Akteur auf dem Platz: Beim ersten Torschuss der Partie wurde er von Evan N’Dicka noch entscheidend gestört, sodass sein Versuch von halbrechts zur leichten Beute für Eintracht-Keeper Kevin Trapp wurde (16.). Die Frankfurter zeigten ihrerseits gute Ansätze, agierten im letzten Drittel aber zu ungenau. Dennoch fuhren die Hessen immer mehr Angriffe und beschäftigten Leipzigs Defensive.

Fernandes staubt ab – Forsberg vom Punkt

Nach 20 Minuten wurden die Gastgeber zielstrebiger und gingen folgerichtig in Führung: Jović schüttelte Konrad Laimer auf der rechten Seite ab und fand in der Mitte Sébastien Haller. Der Franzose scheiterte per Kopf noch an RB-Schlussmann Gulácsi, beim Nachschuss von Fernandes war der Ungar dann aber machtlos (26.). Frankfurt wollte direkt nachsetzen und drängte auf das 2:0. Jović konnte Gulácsi nach feinem Zuspiel von Danny da Costa aber nicht überwinden (28.), Fernandes‘ Versuch aus zehn Metern geriet ebenfalls zu unpräzise (31.). Leipzig brauchte zehn Minuten, um sich vom Rückstand zu erholen. Werner vergab die beste Ausgleichschance vor der Halbzeit, der Nationalspieler köpfte den Ball über das Frankfurter Tor (43.).

Die Sachsen kamen mit mehr Entschlossenheit aus der Kabine und setzten sich schnell in der Frankfurter Hälfte fest. In den ersten Minuten des zweiten Durchgangs kehrten sich die Verhältnisse um: Leipzig hielt den Ball nun deutlich länger, die Eintracht fokussierte sich aufs Verteidigen und lauerte auf Gegenstöße. Forsberg bediente Laimer mit einem Heber in den Strafraum, die Kopfball-Hereingabe des Österreichers sprang Filip Kostić an die Hand (53.). Schiedsrichter Dr. Felix Brych entschied auf Elfmeter, Forsberg verwandelte mittig zum 1:1-Ausgleich (54.). Nur eine Minute später verpasste der Schwede nach einer Flanke von der linken Seite am langen Pfosten knapp die Leipziger Führung (55.).

Werner vergibt doppelt – Frankfurt bekommt die zweite Luft

In der Folge wurde die Partie zerfahrener, besonders die Eintracht hatte Probleme im Spielaufbau. Forsberg spielte von der rechten Seite scharf vor das Tor, Werner bekam mit der Hacke nicht genug Druck hinter den Ball (65.). Die Frankfurter Hintermannschaft schwamm, die Hausherren fanden nach dem Seitenwechsel nicht mehr richtig ins Spiel. Hütter reagierte und verhalf Ante Rebić zu seinem Comeback nach überstandener Adduktorenverletzung (69.). Jović verließ für ihn den Platz. Wenig später vergaben die „Roten Bullen“ die große Chance zur Führung: Forsberg wurde im Strafraum gestellt, spielte aber im Sitzen noch zu Werner. Der Flachschuss des Angreifers strich aus acht Metern haarscharf am linken Pfosten vorbei (71.).

Auf der Gegenseite wurden auch die „Adler“ erneut offensiv aktiv: Haller behauptete sich stark an der Strafraumgrenze und legte auf da Costa, der das lange Eck aber deutlich verfehlte (76.). Die Eintracht wachte nun wieder auf und wurde um eine gute Möglichkeit gebracht: Mijat Gaćinović wurde links im Leipziger Sechzehner zurückgepfiffen, der Serbe stand allerdings nicht im Abseits (77.). Wenig später musste Gulácsi nach einer Hereingabe von Kostić vor Rebić retten (79.). Der RB-Keeper stand weiter im Mittelpunkt und parierte glänzend gegen den Rebić-Abschluss aus kurzer Distanz (87.). Leipzig geriet in den Schlussminuten noch mal unter Druck, die Sachsen konnten das Unentschieden aber letztlich über die Zeit retten.