United läuft seiner Form hinterher

Foto: Oli Scarff/AFP/Getty Images

Es geht einfach nicht bergauf bei Manchester United. Nachdem es in der vergangenen Saison zwar für Platz zwei reichte, die Meisterschaft allerdings 19 Punkte weit weg war, sieht es in dieser Spielzeit noch schlechter aus. Nach neun Spieltagen stehen die „Red Devils“ auf dem zehnten Tabellenplatz.

Mit gerade einmal 14 Zählern findet sich United aktuell nur im Mittelfeld der Tabelle wieder. Der Rückstand auf Rivale und Tabellenführer Manchester City beträgt schon jetzt neun Punkte. Die Champions League-Plätze sind sieben Zähler entfernt. Die Kritik an Trainer José Mourinho wird immer lauter. Der Portugiese scheint seine Mannschaft nicht mehr zu erreichen, zudem wird von angespannten Verhältnissen zwischen Coach und Spielern berichtet. Besonders die Beziehung zum einstigen Rekordtransfer Paul Pogba soll unterkühlt sein. Mit dem Franzosen war Mourinho schon in der Frühphase der Saison aneinandergeraten, als der Mittelfeldmann in den Medien mehrfach Anspielungen machte.

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Uniteds Probleme liegen dabei nicht in der Offensive. Mit 15 geschossenen Toren kann die Mourinho-Elf zwar nicht mit City (26) mithalten, Teams wie der FC Liverpool oder die Tottenham Hotspur (jeweils 16) sind aber in dieser Statistik ähnlich einzuordnen. Die Schwäche der „Red Devils“ ist die Abwehr. Bereits 16 Mal musste Torwart David de Gea hinter sich greifen. Die Innenverteidigung um Chris Smalling, Victor Lindelöf und Eric Bailly kann nicht annähernd das Bollwerk sein, dass einst die Vereinsikonen Nemanja Vidić und Rio Ferdinand waren. Mourinho wird sich in dieser Hinsicht bestätigt sehen, denn der Portugiese ließ die Vereinsführung spüren, dass er mit den getätigten Transfers nicht zufrieden war. Unter anderem hätte er gerne Verstärkung in der Abwehrmitte gehabt, auch einen Zugang in der Offensive hätte er begrüßt.

Martial aktuell ein Hoffnungsschimmer

Nun muss Mourinho mit dem Personal arbeiten, das er hat. Und an dieser Stelle hat der Trainer Glück, dass Anthony Martial noch dazu gehört. Der französische Angreifer wurde in diesem Sommer gleich mehrfach mit einem Wechsel in Verbindung gebracht. Nun jedoch zeigt der 22-Jährige weiter bei den „Red Devils“ seine Klasse – und rettete United bereits einige Punkte. Beim 3:2-Sieg gegen Newcastle United traf Martial zum zwischenzeitlichen 2:2, am Ende köpfte Alexis Sánchez in der 90. Minute das Siegtor. Und auch am vergangenen Wochenende, als sich United mit 2:2 vom FC Chelsea trennte, war Martial erfolgreich. Mit einem Doppelpack drehte er die Partie zwischenzeitlich zugunsten von Manchester, das am Ende noch den Ausgleich durch Ross Barkley hinnehmen musste. Martial allein allerdings kann nicht die Antwort auf alle Probleme sein. So muss sich Mourinho schnell etwas einfallen lassen.