Uth dank Premierentreffer in der Elf des Spieltags

Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Der Bann ist gebrochen, nach 1083 Minuten: Einen starken Auftritt hat Mark Uth am Samstag mit seinem ersten Treffer für den FC Schalke 04 gekrönt und sich damit die Nominierung für die Elf des Spieltags verdient. Ebenfalls vertreten ist sein Mannschaftskamerad Benjamin Stambouli. Neben Schalke stellen auch Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt und die TSG Hoffenheim je zwei Spieler.

Tor: Roman Bürki
Halb Fußball-Deutschland spricht von der fulminanten Offensive von Borussia Dortmund – und vergisst dabei den hervorragenden Torwart des BVB. Roman Bürki schließlich hat sich vom Buhmann zum Leistungsträger entwickelt und gehört ebenso zu den Gesichtern des Aufschwungs der Borussia wie Christian Pulisic und Jadon Sancho. Beim 1:0 in Wolfsburg war der Schweizer einer der Sieggaranten. Zwar wurde Bürki nicht oft geprüft von den Niedersachsen, wenn aber, dann waren Glanztaten gefordert. Und diese lieferte der 27-Jährige gegen Renato Steffen und John Anthony Brooks.

- Anzeige -

Rechte Verteidigung: Jonathan Schmid
Lediglich einen Makel hatte der Auftritt von Jonathan Schmid am Samstag – gegen Nürnberg holte sein FC Augsburg nur ein 2:2. Dabei hatte der Rechtsverteidiger alles dafür getan, sein Team zum Erfolg zu führen. Den 1:0-Führungstreffer Alfreð Finnbogasons legte Schmid auf, das zwischenzeitliche 2:1 erzielte er per Freistoß selbst.

Innenverteidigung: Benjamin Stambouli und David Abraham
Mit Benjamin Stambouli ist eine neue Sicherheit in die Defensive des FC Schalke 04 eingekehrt. Der Franzose, der zu Saisonbeginn aufgrund eines Syndesmosebandrisses gefehlt hatte, verbuchte am Samstag beim 3:1 der Königsblauen gegen Hannover nicht zum ersten Mal Spitzenwerte. Mit 102 Ballkontakten war er ein wichtiger Aufbauspieler, zudem brachte er 88 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler. Nicht minder sicher agierte David Abraham beim 3:0-Erfolg von Eintracht Frankfurt gegen Stuttgart. Die VfB-Offensive nämlich legte der Argentinier an die Leine, Mario Gómez setzte sich gegen den argentinischen Innenverteidiger nur in der Anfangsphase einmal durch.

Linke Verteidigung: Christian Günter
Ein 1:1 in München hatten dem SC Freiburg nur die wenigsten zugetraut. Dass die Breisgauer am Ende einen Punkt bejubeln durften, verdankten sie unter anderem Christian Günter. Der Linksverteidiger nämlich hatte auf seiner Seite gegen Arjen Robben, Renato Sanches und Rafinha zunächst eine starke Defensivleistung abgeliefert, ehe er kurz vor Schluss entscheidend am Ausgleich beteiligt war. Erst die Flanke des 25-Jährigen schließlich machte den Ausgleichstreffer Lucas Hölers möglich.

Rechtes Mittelfeld: Vincenzo Grifo
Bei der TSG Hoffenheim muss Vincenzo Grifo um seinen Stammplatz kämpfen. Entsprechend erleichtert dürfte der Mittelfeldspieler nach seinem Gala-Auftritt beim 4:1 in Leverkusen gewesen sein. Mit einem Tor und zwei Vorlagen hatte der Ex-Freiburger mächtig Eigenwerbung betrieben. Und offensichtlich stimmt es auch im Gefüge der Hoffenheimer Mannschaft. „Ich habe Joelinton gefragt, ob ich schießen darf“, erklärte Grifo nach der Partie. Joelinton sagte Ja – und der ehemalige Freiburger traf vom Punkt zum zwischenzeitlichen 3:1. Es war Grifos erster Bundesliga-Treffer nach rund 18 Monaten der Torlosigkeit.

Offensives Mittelfeld: Marco Reus
Der Kapitän geht vorneweg bei Borussia Dortmund: Sonderlich viel lief am Samstag nicht zusammen in der hochgelobten BVB-Offensive, Marco Reus aber war zur Stelle, als er gebraucht wurde. Mit seinem Tor schoss der 29-Jährige seine Borussia zum 1:0-Sieg in Wolfsburg – es war Reus’ bereits sechster Saisontreffer.

Linkes Mittelfeld: Ante Rebić
Wenn Ante Rebić am Freitag das Tempo anzog, war die Stuttgarter Defensive überfordert. Immer wieder fand der kroatische Angreifer Lücken in der gegnerischen Hintermannschaft und dirigierte Eintracht Frankfurt so zum 3:0-Erfolg gegen das Schlusslicht. Gleich sechs Torschüsse feuerte Rebić aufs VfB-Tor, einer davon führte zum zwischenzeitlichen 2:0.

Sturm: Timo Werner, Joelinton und Mark Uth
Erfolgreich gekitzelt hat Ralf Rangnick seinen Stürmer: „Entweder trifft er gar nicht oder doppelt“, hatte der RB-Leipzig-Coach vor dem Duell der Sachsen mit Hertha BSC über Timo Werner gesagt. Und der Nationalstürmer entschied sich in Berlin für Zweiteres. Gegen die Hauptstädter feuerte Werner gleich neunmal aufs Tor und brachte sein Team 2:0 in Front. „Ich hätte heute auch einen Dreierpack oder Viererpack machen können“, sagte der 22-Jährige anschließend. Ebenfalls zweimal erfolgreich war am Samstag Joelinton beim 4:1-Erfolg der TSG Hoffenheim in Leverkusen. Doch nicht nur als Torschütze glänzte der Brasilianer: Mit 29 Zweikämpfen lieferte Joelinton noch einen weiteren Spitzenwert. Für Mark Uth dagegen reichte es lediglich zu einem Tor – dennoch ließ sich der Stürmer anschließend ausgiebig von den Fans des FC Schalke 04 feiern. Seit seinem Wechsel aus Hoffenheim vergingen 1083 torlose Minuten für Uth, beim 3:1 gegen Hannover war der Bann endlich gebrochen. Neben seinem Treffer zum Endstand überzeugte der Neu-Nationalspieler mit großer Laufarbeit und jeder Menge Präsenz – und indem er den Elfmeter zur Führung herausholte.