„Verlieren den Anschluss“: Elgert schlägt Alarm

Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

1:4 im Revierderby, viel schlimmer hätte es für die U19 des FC Schalke 04 nicht laufen können. Nach der Pleite gegen den ungeliebten Nachbarn herrschte Krisenstimmung in der Knappenschmiede.

„Ich habe es kommen sehen, dass wir mit der Knappenschmiede in der Spitze irgendwann nicht mehr mithalten werden. Dass wir höllisch aufpassen müssen, um den Anschluss nicht zu verlieren“, holte Norbert Elgert nach der Niederlage am Sonntag gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung zum Rundumschlag aus. Die deutliche Niederlage gegen Borussia Dortmund sei „nicht zufällig“ passiert. Daher forderte Elgert ein Umdenken in der Vereinsführung, mehr Geld auch für ambitionierte Jugendspieler in die Hand zu nehmen. „Wir müssen definitiv nicht nur in Sportplätze investieren. Denn Sportplätze verhindern keine Tore und erzielen keine Tore“, stellte Schalkes Erfolgscoach fest. „Schön, dass wir das machen. Aber wir brauchen perspektivisch deutlich mehr Qualität. Von unten nach oben, aber auch von auswärts.“

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Ebenfalls alarmiert war Peter Knäbel, der seit April als Technischer Direktor Entwicklung für Schalke tätig ist. „Nicht überraschend“ sei die Niederlage gekommen, sagte der 51-Jährige. Untergangsstimmung wollte Knäbel aber nicht versprühen. Selbst wenn in der aktuellen U19 kurzfristig kein zukünftiger Bundesliga-Spieler dabei sein sollte, wäre ja vielleicht einer in der U23 dabei. „Denn irgendwo sind die Talente ja“, sagte Knäbel. „Was wir nicht zulassen dürfen, ist ein Loch über Jahre hinweg. Denn dann geht ein Stück Kultur und Selbstverständnis verloren.“