VfB am Abgrund: Gegen Frankfurt soll der Rasen brennen

Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Für den VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt war im DFB-Pokal bereits in der ersten Runde Schluss: Seitdem aber verläuft die Saison beider Mannschaften komplett unterschiedlich.

Die Saison begann mit einer Blamage, doch Sportvorstand Michael Reschke machte sich „wenig Sorgen“, als der VfB Stuttgart am 18. August gleich in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Hansa Rostock scheiterte. Und der Trainer sagte nach dem 0:2 beim Drittligisten: „Das Ergebnis wird uns nicht umhauen.“ Nein? Der VfB ist Tabellenletzter in der Bundesliga und Tayfun Korkut bereits durch Markus Weinzierl ersetzt. Es sei „normal“, dass nicht alles gleich rund laufe, wenn ein neuer Trainer kommt, sagte Weinzierl am Donnerstag über die Eintracht. Am Freitag (20.30 Uhr) treffe der VfB nun aber auf Frankfurter, die „in einem Lauf sind“, die eine „tolle Entwicklung hinter sich haben“. In der Tat: Nach eher schwierigen Wochen hat die Eintracht fünf Siege und ein Remis aus den vergangenen sechs Pflichtspielen vorzuweisen.

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Beim VfB hat der Trainerwechsel vorerst nichts bewirkt, nach den Debakeln gegen Borussia Dortmund (0:4) und bei der TSG 1899 Hoffenheim (0:4) macht sich Abstiegsangst breit. „Es ist nicht angenehm“, sagte Weinzierl, „in so einer Situation zu stecken“, seine Mannschaft brauche deshalb jetzt „kleine und große Erfolgserlebnisse“, um sich da rauszukämpfen. Gegen die Eintracht müsse deshalb auch „der Rasen brennen“. Weinzierl kennt kritische Situationen wie diese aus seiner Zeit beim FC Augsburg, er betonte deshalb: „Wichtig ist, dass man ruhig bleibt, dass man nicht nur Schwächen und Niederlagen sieht.“ Er verweist also auf eine „gute“ zweite Halbzeit gegen Dortmund und auf die erste Halbzeit in Hoffenheim, wo der VfB trotz Unterzahl ab der 8. Minute (Rot gegen Emiliano Insúa) „sehr gut“ gespielt habe: „Ich sehe nicht nur das Negative.“

Weinzierl nimmt seine Mannschaft in die Pflicht

Und doch bleibt auch Weinzierl erst mal nur: Hoffnung. Ja, sagte er, „wir haben den Ansatz, erst mal unsere Defensive zu stärken“, und ja, „wir brauchen einen klaren Plan, eine klare Struktur, wir haben daran auch gearbeitet in dieser Woche“. Weinzierl wünscht sich auch, „dass wir mal in Führung gehen können, das ist es, was die Mannschaft jetzt braucht.“ Doch er weiß auch: „Die Gesamtsituation ist nicht einfach.“ Dortmund und Hoffenheim, das sei auch „nicht trainerfreundlich gewesen“, es gebe „definitiv leichtere Einstandsgegner“, sagte Weinzierl, aber: Das Ganze sei auch „kein Wunschkonzert“. Das Spiel gegen Frankfurt sei die nächste „schwere Aufgabe“, aber jetzt sei auch mal „die Mannschaft gefordert“: Jeder Spieler müsse zeigen, „dass er zurecht Spieler des VfB Stuttgart ist“, betonte Weinzierl.