VfB mit glücklichem Remis gegen Düsseldorf

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Der VfB Stuttgart wartet nach vier Spielen weiter auf den ersten Saisonsieg. Im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf gelingt den Schwaben am Freitagabend kein Treffer, am Ende hat der Tabellen-16. aufgrund der besseren Chancen des Aufsteigers sogar Glück, dass es beim 0:0 bleibt.

VfB-Coach Tayfun Korkut nahm im Vergleich zum 3:3 beim SC Freiburg nur eine Änderung vor. Anstelle von Dennis Aogo durfte der offensivere Chadrac Akolo starten. Auch Fortuna-Coach Friedhelm Funkel tauschte nach dem überraschenden 2:1-Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim nur einmal. Rouven Hennings blieb draußen, Benito Raman rückte in die erste Elf. Nicht im Kader standen Ersatzkeeper Raphael Wolf und Kenan Karaman. Während Wolf lediglich wegen Nackenbeschwerden fehlte, fällt Karaman voraussichtlich länger aus. Der 24-jährige Flügelspieler zog sich im Abschlusstraining am Donnerstag einen Muskelfaserriss zu.

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Die Gäste aus dem Rheinland verteidigten gewohnt tief und versuchten, den VfB zu Fehlern zu zwingen. Die Schwaben taten sich schwer, ein Durchkommen zu finden. Den ersten nennenswerten Abschluss brachte Mario Gómez zustande, der Versuch des Stürmers landete aber weit über dem Tor (9.). Aufseiten der Fortuna war Alfredo Morales dem Treffer schon näher, der satte Rechtsschuss des Mittelfeldakteurs strich knapp am Tor vorbei (14.). Stuttgart konnte sich hingegen auch in der Folge nicht mit der Rolle des agierenden Teams anfreunden.

Die besseren Ideen hatte zunächst die Fortuna, ließ im letzten Drittel aber die Konsequenz vermissen. So übersah Raman beim harmlosen Torschuss den freistehenden Jean Zimmer (29.). Kurz darauf hatte der VfB die bis dato beste Chance des Spiels. Einen Schlenzer von Akolo konnte Michael Rensing nicht festhalten, im Nachsetzen sprang erst Gómez am Ball vorbei, dann versprang Nicolás González das Spielgerät kurz vor dem Tor (34.). Gómez bot sich kurz vor der Pause die nächste große Chance, der Ex-Nationalstürmer traf einen Flankenball von González aber nicht richtig.

Mehr Torchancen auf beiden Seiten im zweiten Durchgang

Mit deutlich mehr Schwung kamen beide Mannschaften aus der Pause. Zunächst wurde ein Schuss von Gómez in höchster Not geblockt (48.), noch gefährlicher wurde es kurz darauf im Stuttgarter Strafraum. Erst zwang Kaan Ayhan VfB-Schlussmann Ron-Robert Zieler nach einer Ecke zur Glanzparade (51.), beim folgenden Eckball kratzte der Schlussmann einen Kopfball von Marcel Sobottka aus dem Eck (52.). Beide Teams spielten weiter mit offenem Visier. González köpfte völlig freistehend über das Tor (58.), auf der anderen Seite entschärfte Zieler einen Schuss von Marvin Ducksch (62.).

Nur wenige Minuten später kam González abermals sträflich frei zum Kopfball, vergab die Möglichkeit aber kläglich (69.). In der Schlussphase agierte wieder die Fortuna zielstrebiger, während Stuttgart sich erneut bei Torwart Zieler bedanken konnte. Der Weltmeister von 2014 wehrte einen abgefälschten Schuss von Morales stark mit dem Fuß ab (82.). Erneut nach einer Ecke hatte Ayhan die große Chance zur Führung, scheiterte mit seinem Kopfball aber am abermals hervorragend reagierenden Zieler (87.).

EM-Bewerbung: VfB-Fans schießen gegen Grindel und Koch

Derweil haben die Fans des VfB während des Heimspiels ihren Unmut zur Bewerbung des DFB für die Austragung der EM 2024 geäußert, über die in der kommenden Woche entschieden werden soll. Auf zwei Spruchbändern bezog die Cannstatter Kurve eindeutig Stellung – gegen die Kandidatur. „United by money – korrupt im Herzen Europas“, hieß es auf dem einen Banner in Anlehnung an den Slogan der Bewerbung, dazu waren das Bewerbungslogo und das Logo UEFA abgebildet. Auf einem weiteren Spruchband stand zu lesen: „Gute Miene zum nächsten gekauften Turnier?! Grindel/Koch raus! Scheiß DFB!“. Grindel und dessen Vize Rainer Koch stehen vor allem bei den Ultra-Gruppierungen in der Kritik. Über die EM-Bewerbung wird am Donnerstag am UEFA-Sitz in Nyon entschieden. Deutschland gilt gegen den einzigen Gegenkandidaten Türkei als Favorit.