VfB „überrascht“ von Buchwalds Kritik

Foto: Thomas Niedermueller/Bongarts/Getty Images

Die Kritik von Guido Buchwald an Sportvorstand Michael Reschke hat beim VfB Stuttgart für einige Unruhe gesorgt. Präsident Wolfgang Dietrich kündigte an, das Thema auf der nächsten Aufsichtsratssitzung behandeln zu wollen.

Er sei „überrascht, dass einen Tag vor einem wichtigen Spiel solche Aussagen getätigt werden. Aktuell haben wir definitiv wichtigere Themen auf der Agenda, als derartige Interviews zu kommentieren“, sagte Dietrich gegenüber Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten vor dem Bundesliga-Spiel des Tabellenletzten am Freitagabend (20.30 Uhr) gegen Eintracht Frankfurt. Ihn würden „alle Nebenkriegsschauplätze nicht interessieren“, sagte derweil Reschke. Es gehe ausschließlich darum, „erfolgreich Fußball zu spielen“.

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Buchwald hatte sich mehr Sachverstand an verantwortlichen Stellen gewünscht. „Mir wäre eine breitere sportliche Kompetenz im Verein für die Zukunft sehr wichtig. Es ist immer schwierig, wenn alles an einer Person festgemacht wird“, sagte er bei Sport1. Als einen „Fehler“ bezeichnete Buchwald die Entscheidung, den Vertrag mit dem mittlerweile entlassenen Trainer Tayfun Korkut nach der vergangenen Saison bis 2020 zu verlängern. Brisant sind die Aussagen auch deshalb, weil Buchwald beim VfB Mitglied des Aufsichtsrates ist.

Berthold: „Von vorne bis hinten keine Struktur“

Auch der ehemalige VfB-Profi Thomas Berthold äußerte Zweifel an Reschkes Arbeit. „Wo will der VfB eigentlich hin? Wofür steht er? Wie will er Fußball spielen? Mir fällt da ehrlich gesagt nichts ein“, sagte der Weltmeister bei Spox und Goal. Zudem würde die Achse des VfB um die Führungsspieler Mario Gómez und Christian Gentner „nicht funktionieren. Es ist von vorne bis hinten überhaupt keine Struktur im Spiel da.“