Videobeweis: Drees setzt sich für mehr Transparenz ein

Foto: Thomas Lohnes/Bongarts/Getty Images

Jochen Drees, zukünftiger Leiter des Videobeweis-Projekts beim DFB, will beim Einsatz des Videobeweises für mehr Transparenz für die Zuschauer sorgen. Noch fehle es dafür allerdings an der richtigen Ausstattung in den Stadien.

„Wir als Schiedsrichter wären daran sehr interessiert, die Entscheidung transparent zu machen. Was mich im letzten Jahr furchtbar aufgeregt hat, war, dass es immer wieder hieß: In Köln, im Keller, wird irgendetwas entschieden. Die Entscheidung muss nach außen transportiert werden“, sagte der 48-Jährige am Montagabend in der Sendung heimspiel! im hr-Fernsehen. Die Qualität der Videowände und -würfel in der Bundesliga sei jedoch sehr unterschiedlich, und es fehle – anders als bei der WM in Russland – der direkte Zugriff auf die Videowände.

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Drees liegt eine Spezialisierung der Video-Assistenten am Herzen: „Wir haben spezialisierte Assistenten in den Stadien – wieso sollen wir nicht spezialisierte Assistenten am Videobildschirm haben?“ Der Wechsel zwischen dem Einsatz als Schiedsrichter auf dem Platz und dann als VAR sei nicht so einfach zu bewerkstelligen. Wenn der Video-Assistent richtig funktioniere, dann sei er eine Bereicherung, betonte Drees: „Der Videobeweis läuft im Hintergrund, und im Stadion oder am Fernseher bekommen die Leute das nur dann mit, wenn gravierende Entscheidungen zu korrigieren sind, die vom Schiedsrichter auf dem Platz falsch eingeschätzt worden sind.“