Videobeweis könnte in der Königsklasse vorgezogen werden

Foto: David Ramos/Getty Images

Der Videobeweis kommt möglicherweise noch in dieser Saison erstmals in der Champions League zum Einsatz. Die Verwendung des technischen Hilfsmittels wäre eine schnelle Reaktion auf viele Fehlentscheidungen, die es zuletzt gegeben hat.

Nach Angaben der BBC diskutiert die UEFA schon seit Wochen darüber, den eigentlich erst für die kommende Saison geplanten Start vorzuziehen. Die Entscheidung könnte schon Anfang Dezember bei der nächsten Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees bekannt gegeben werden. In der Königsklasse war es zuletzt zu mehreren Fehlentscheidungen gekommen. Erst am Mittwoch hatte Manchester City gegen Schachtar Donezk einen Foulelfmeter erhalten, als Englands Nationalspieler Raheem Sterling nach einem Tritt in den Rasen zu Fall gekommen war. „Die Schiedsrichter wollen doch Hilfe, der VAR (Video Assistant Referee; Anm. d. Red.) hätte für die Entscheidung drei Sekunden benötigt“, sagte Manchesters Trainer Pep Guardiola anschließend.

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Ende September hatte das UEFA-Exekutivkomitee beschlossen, den Videobeweis zur kommenden Spielzeit in der Champions League sowie bei der EM-Endrunde 2020 einzuführen. Zudem werde die Technik beim europäischen Supercup 2019, in der Europa League ab der Saison 2020/21 sowie beim Finalturnier der neu geschaffenen Nations League für Nationalmannschaften 2021 eingesetzt. Zuletzt hatte sich die UEFA noch eher skeptisch gegenüber einem Einsatz der Videotechnik gezeigt. „Für mich ist der VAR noch nicht ganz ausgereift“, hatte UEFA-Präsident Aleksander Čeferin noch im August gesagt, dabei jedoch auch angemerkt: „Aber wir wissen alle, dass es keinen Weg zurück gibt. Die Technik wird früher oder später kommen.“