Völler: „Ich hätte keine Rote Karte gegeben“

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Nach der dritten Niederlage im dritten Bundesliga-Spiel ist der historische Fehlstart von Bayer 04 Leverkusen perfekt. Im Anschluss an die verdiente 1:3 (1:2)-Niederlage beim FC Bayern München erhitzte vor allem eine Szene die Gemüter.

„Ich hätte keine Rote Karte gegeben. Es war schon ein dummes Foul, deshalb hätte ich die Rote Karte vielleicht doch gegeben“, sagte Geschäftsführer Rudi Völler über das grobe Foulspiel von Karim Bellarabi an Rafinha. Der Ex-Nationalspieler war dem Brasilianer kurz nach seiner Einwechslung von hinten hart auf die Achillessehne gestiegen und mit glatt Rot des Feldes verwiesen worden. Dabei hatte der Tag aus Sicht der Leverkusener mit der frühen Führung durch Wendell (5.) eigentlich bestens begonnen. „Ich hatte die Hoffnung, dass uns das Selbstvertrauen gibt. Die ersten beiden Gegentreffer waren Geschenke. Da haben wir ein Stück weit Anschauungsunterricht bekommen“, meinte Trainer Heiko Herrlich mit Blick auf die Tore von Corentin Tolisso (10.) und Arjen Robben (19.).

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„Es war extrem heute. Wir hatten eine defensivere Herangehensweise als zuletzt und wussten, dass das knüppelhart wird. Wir haben das Spiel unnötig aus der Hand gegeben“, ergänzte Sven Bender bei Sky. „Wenn man 1:0 führt, muss man cleverer sein. Das müssen wir uns ankreiden, dass wir das Spiel leichtfertig schnell aus der Hand geben und das mit Geschenken, dir wir noch schön verpacken mit einer schönen Schleife drum. Das war unnötig.“ Dominik Kohr sah „dumme Gegentore“ und einen „verdienten Sieger“.