Völler stärkt Herrlich den Rücken

Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Bayer 04 Leverkusens Geschäftsführer Rudi Völler hat Trainer Heiko Herrlich nach dem Fehlstart den Rücken gestärkt. Gegen den FC Bayern München fordert er dennoch eine Reaktion des Teams.

„Diese Hysterie nervt“, sagte der frühere Teamchef der Nationalmannschaft im Interview des Kicker. „Ein Fazit nach zwei Spieltagen? Vielleicht nach fünf oder sechs Spielen. Aber doch nicht jetzt.“ Die Kritik an Herrlich und am Team, das bei Borussia Mönchengladbach (0:2) und gegen den VfL Wolfsburg (1:3) verloren hatte, sei „okay, ja, sie ist sogar teilweise berechtigt“, sagte der 58-Jährige. „Er hat ein paar Entscheidungen getroffen, die würde er heute vielleicht nicht mehr so treffen. Aber dass er deshalb zur Disposition stehen soll? Nach zwei Spieltagen? Und dann nur der Trainer von Bayer Leverkusen? Es gibt auch andere ambitionierte Teams, die nicht gepunktet haben!“

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Beim FC Bayern am 15. September (15.30 Uhr) müsse die Mannschaft allerdings „jetzt aufwachen“, forderte Völler. „Einige Spieler haben mir ein wenig zu viel davon gesprochen, wie gut wir sind und wie weit vorne wir landen können. Mein Tipp: Nicht so viel reden, mehr machen. Auf dem Platz.“ Herrlich sei ein Trainer, „der total mutig spielen lässt. Er ist komplett überzeugt von den offensiven Qualitäten unserer Mannschaft.“ Laut Völler sei es im Augenblick schwer, einen wirklichen Trend in der Bundesliga zu erkennen: „Wir haben nach zwei Spieltagen sieben Mannschaften, die gar keinen oder erst einen Punkt haben. Und ausgerechnet unser Trainer, der es in der vergangenen Saison erstklassig gemacht hat, steht so in der Kritik?“ Herrlich „ist der Trainer, er entscheidet darüber, wer spielt. Und wenn einer nicht bereit ist, die nötigen Wege zu gehen, dann wird er ihn auf die Bank setzen. Egal wen. Ein besseres Druckmittel gibt es doch nicht. Er wird seine Schlüsse aus den beiden Niederlagen ziehen.“