Watzke: „Weil Klubs reinkamen, die der Sache nicht gewachsen waren“

Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sieht den Grund für das schwache Abschneiden der deutschen Klubs in den Europacup-Wettbewerben in der vergangenen Saison vor allem in der fehlenden internationalen Routine der Starter 1. FC Köln, Hertha BSC und SC Freiburg in der Europa League begründet.

„Weil die klassischen Europa League-Starter der vergangenen Jahre – Leverkusen, Schalke, Gladbach – sich freigenommen hatten und Klubs reinkamen, die der Sache nicht gewachsen waren“, sagte Watzke der Funke-Mediengruppe. „Mit den jetzigen Startern in der Champions League und der Europa League sieht das schon anders aus.“ Allerdings habe auch die Borussia in der Champions League vor Jahresfrist nicht die Erwartungen erfüllt, so der Dortmunder Verantwortliche.

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Während Watzke und die Dortmunder seit 2010 ununterbrochen im europäischen Wettbewerb spielen, erlebt Christian Heidel, Sportvorstand bei Vizemeister FC Schalke 04, am Dienstag sein Debüt in der Champions League. „Ich merke, dass das eine noch viel größere Nummer als die Europa League ist. Ich spüre die Anspannung, aber nicht negativ, sondern positiv“, betonte er. „Ins Stadion zu kommen und die Hymne zu hören – da freue ich mich riesig drauf.“ In der vergangenen Saison schied der BVB, der zum Auftakt auf den FC Brügge trifft, nach der Gruppenphase in der Königsklasse sieglos aus. „Richtig blamabel waren vor allem die beiden Unentschieden gegen Nikosia. Dafür hat man keine Argumente, keine Ausreden. Das war der Tiefpunkt“, sagte Watzke.

Heidel: Gegner haben keine Angst vor uns

Trotz der starken letzten Saison der „Knappen“ denkt Heidel nicht, „dass die Leute in Istanbul, Moskau und Porto vor Angst vor uns zittern, nach unserem schlechten Bundesliga-Start noch weniger“. Dennoch ist der 55-Jährige vor dem Start gegen den FC Porto trotz des blamablen Saisonstarts mit drei Niederlagen zuversichtlich. „Alle Klubs gehen mit der Hoffnung in die Vorrunde, auf Platz eins oder zwei zu landen. Das macht es so schwierig und so spannend“, sagte Heidel.