Weigl bestreitet Wechselabsichten: „War klar, dass Gerüchte aufkommen“

Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Es war eines der heißesten Transfergerüchte des Sommers: Julian Weigl ziehe es von Borussia Dortmund zu Paris St. Germain und Ex-BVB-Trainer Thomas Tuchel. Der Mittelfeldakteur räumte nun endgültig mit den Spekulationen auf, er habe die Schwarz-Gelben verlassen wollen.

„Dass diese Gerüchte aufkommen werden, war mir in dem Moment klar, als Thomas Tuchel als neuer Paris-Trainer feststand. Es ist ja kein Geheimnis, dass ich mich beim BVB sehr gut mit ihm verstanden habe und er mich auf das Level geführt hat, auf dem ich heute bin. Ich habe mich also auf die Situation vorbereitet“, sagte Weigl der Sport Bild. Unter Tuchel avancierte Weigl in der Saison 2016/17 zum Dreh- und Angelpunkt im BVB-Mittelfeld und hatte großen Anteil an der Vizemeisterschaft und dem DFB-Pokal-Sieg. Tatsächlich habe es Gespräche mit Tuchel gegeben, der 23-jährige Sechser betonte allerdings: „Es gab von meiner Seite aus keine Bereitschaft, den BVB in diesem Sommer zu verlassen.“

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Dass das Thema medial dennoch präsent blieb, irritierte den Rechtsfuß. „Als die Gerüchte dann irgendwann die Runde machten, war es mir anfangs egal“, meinte er und berichtete weiter: „Spätestens, als in den Medien eine angebliche Zusage von mir verkündet wurde, mich enge Freunde anriefen und fragten, warum ich ihnen nichts erzählt hätte, fing das Thema an zu nerven.“ Die neue hochkarätige Konkurrenz durch die Neuzugänge Thomas Delaney und Axel Witsel schreckt Weigl, der verletzungsbedingt in dieser Saison noch nicht zum Zug kam, nicht ab. „Im Gegenteil: Wir möchten ein europäisches Spitzenteam sein, diesem Anspruch sind wir in der letzten Saison nicht gerecht geworden. Und dann ist es nur logisch, dass die Verantwortlichen personell reagieren. Spielertypen wie Axel und Thomas brauchen wir, um unsere Ziele erreichen zu können“, sagte er.

„Hoffe, dass ich wieder für die Nationalmannschaft spielen kann“

Mit der Rolle des Hinterbänklers will sich Weigl jedoch keineswegs zufrieden geben – dafür sind seine persönlichen Ziele zu hoch. „Ich habe jetzt ein ganz wichtiges Jahr vor mir. Ich will mich anbieten, gute Leistungen abliefern und zeigen, was in mir steckt. Wenn ich gesund bleibe und beim BVB überzeuge, dann hoffe ich natürlich, dass ich wieder für die Nationalmannschaft spielen kann. Aber ich mache mich nicht verrückt“, meinte der Ballverteiler, dessen Vertrag in Dortmund noch bis 2021 läuft.