Weinzierl fordert Mut im Derby gegen Hoffenheim

Foto: Thomas Niedermueller/Bongarts/Getty Images

Am Samstagabend (18.30 Uhr) stehen sich die TSG 1899 Hoffenheim und der VfB Stuttgart im baden-württembergischen Derby gegenüber. Die jüngste Heimbilanz der TSG gegen den VfB ist ausgezeichnet.

Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann hat im Vorfeld personelle Rotation angekündigt. Dass der VfB mit seinem neuen Coach Markus Weinzierl nach Sinsheim kommt, macht die Aufgabe für den 31-Jährigen nicht leichter. „Wenn ein neuer Coach kommt, entsteht immer ein neuer Schwung“, sagte Nagelsmann. „Zudem ist es im Vorfeld nicht einfach zu analysieren, wie der Gegner spielen wird.“ Zwar seien nach dem Champions League-Duell gegen Olympique Lyon (3:3) keine neuen Verletzten hinzukommen, „aber ich werde wie schon zuletzt aufgrund unserer vielen Spiele einige Veränderungen vornehmen“, meinte Nagelsmann mit Blick auf die Partie in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena. Leonardo Bittencourt könnte nach zwei verpassten Pflichtspielen ins Aufgebot zurückkehren.

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VfB-Coach Weinzierl kann in seinem zweiten Bundesliga-Spiel als Stuttgart-Trainer wieder auf Dennis Aogo zurückgreifen. Der ehemalige Nationalspieler sei nach überstandenem Muskelfaserriss wieder fit, sagte Weinzierl am Donnerstag. Der Coach rechnet sich nach der 0:4-Pleite zum Einstand gegen Borussia Dortmund im Kraichgau etwas aus. „Hoffenheim ist offensiv sehr, sehr stark. Dass sie defensiv immer wieder für einen Fehler gut sind, ist bekannt“, sagte er. „Wir wollen mutig verteidigen.“ Weinzierl nannte die Tabellensituation mit Rang 17 „sehr unbefriedigend“. Brav zu sein könne im normalen Leben ganz nett sein, „aber nicht in unserer Situation auf dem Fußballfeld. Der Mannschaft muss klar sein, um was es geht. Sie muss von der ersten Minute an da sein. Wir dürfen in keiner Phase brav agieren.“

TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Adams, Vogt, Bičakčić – Grillitsch – Kadeřábek, Schulz – Demirbay – Belfodil, Kramarić – Szalai

VfB Stuttgart: Zieler – Baumgartl, Badstuber, Pavard – Beck, Insúa – Ascacíbar – Thommy, Gentner – González – Gomez

Die bislang letzte Hoffenheimer Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart datiert aus dem Februar 2013. Die Gesamtbilanz spricht mit neun Siegen und fünf Unentschieden aus 19 Spielen jedoch für den VfB. Es ist ein offenes Spiel zu erwarten.