Werder feiert Last-Minute-Sieg in Frankfurt

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Nach dem 2:0-Sieg am ersten Spieltag beim SC Freiburg musste Eintracht Frankfurt am Samstagnachmittag die erste Niederlage hinnehmen. Lange hielten die Hessen trotz knapp einstündiger Unterzahl das 1:1, in der Nachspielzeit traf Joker Milot Rashica doch noch zum 2:1 (1:0)-Sieg für den SV Werder Bremen.

Frankfurts Trainer Adi Hütter tauschte nach dem 2:0-Auftaktsieg gegen den SC Freiburg auf drei Positionen. Rückkehrer Kevin Trapp stand direkt zwischen den Pfosten, Frederik Rönnow saß nur auf der Bank. Außerdem ersetzten Filip Kostić und David Abraham Evan N’Dicka und Taleb Tawatha. Werder-Coach Florian Kohfeldt wechselte im Vergleich zum 1:1-Remis gegen Hannover 96 nur einmal. Martin Harnik startete anstelle von Florian Kainz.

- Anzeige -

Die Eintracht spielte von Beginn an mutig nach vorne, verlor allerdings schon früh Carlos Salcedo, der verletzt ausgewechselt werden musste (11.). Für den Mexikaner kam N’Dicka in die Partie. Kurz darauf folgte die erste Torchance: Sébastien Haller kam aus halblinker Position zum Abschluss, setzte den Ball aber drüber (14.). Auf der anderen Seite kam Max Kruse nach Flanke von Yūya Ōsako aus kurzer Distanz zum Kopfball, scheiterte aber an Trapp (17.).

Ōsako selbst sorgte wenig später für die Führung der Bremer. Nach feinem Pass von Maximilian Eggestein tauchte der Japaner frei vor Trapp auf und schob ein (23.). Schiedsrichter Sören Storks gab den Treffer zwar zunächst wegen einer vermeintlichen Abseitsposition nicht, korrigierte seine Entscheidung aber nach Überprüfung durch den Videobeweis. Für Frankfurt kam es nach einer guten halben Stunde noch dicker. Nach einer Tätlichkeit gegen Theo Gebre Selassie sah Jetro Willems die Rote Karte (32.). Hütter reagierte und brachte den defensiveren Tawatha für Nicolai Müller (35.).

Pavlenka verursacht Elfmeter und muss verletzt raus

Geschlagen gaben sich die Hessen allerdings nicht – stattdessen erwischte die Hütter-Elf einen Traumstart in Durchgang zwei. Kurz nach der Pause fällte SVW-Keeper Jiri Pavlenka Mijat Gaćinović im Strafraum, es gab Elfmeter. Bei der Szene verletzte sich Pavlenka am Kopf und musste durch den 18-jährigen Luca Plogmann ersetzt werden. Der war beim Foulelfmeter von Haller jedoch machtlos, der Franzose erzielte den 1:1-Ausgleich (54.). Der Treffer gab Frankfurt spürbar Auftrieb, trotz Unterzahl präsentierten sich die Hausherren auf Augenhöhe. Ein Schuss von Gaćinović wurde in höchster Not geblockt (56.), auf der anderen Seite traf erneut Ōsako ins Tor, wurde diesmal aber richtigerweise wegen einer Abseitsposition zurückgepfiffen (61.).

Um ein Haar gingen die Bremer wieder in Front, doch Abraham klärte auf der Linie einen Volleyschuss von Gebre Selassie, den Keeper Trapp nicht erreichte (77.). Die Norddeutschen erhöhten in der Schlussphase den Druck, blieben aber zunächst glücklos. Der eingewechselte Claudio Pizarro kam zweimal in aussichtsreicher Position zum Abschluss, scheiterte aber jeweils (83., 87.). In der Nachspielzeit tauchte der ebenfalls eingewechselte Rashica frei vor Trapp auf, der entschärfte aber stark (90.+1). In letzter Minute avancierte Rashica dann doch noch zum Matchwinner. Der Offensivakteur zirkelte einen direkten Freistoß ins Tor und sicherte dem SVW so den ersten Saisonsieg (90.+6).