Werder jubelt dank Giefer-Patzer in Augsburg

Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images

Der SV Werder Bremen bleibt in der Erfolgsspur: 3:2 (2:1) setzten sich die Hanseaten am Samstagnachmittag beim FC Augsburg durch. Entscheidend für den Auswärtssieg war ein erneuter Patzer von FCA-Keeper Fabian Giefer.

Mehr offensive Durchschlagskraft erhoffte sich Werder-Coach Florian Kohfeldt, daher nahm er zwei Veränderungen an seiner Startelf vor. Claudio Pizarro und Florian Kainz ersetzten den erkrankten Yūya Ōsako und Martin Harnik, der zunächst auf der Bank Platz nehmen musste. Einen Wechsel weniger gab es bei Augsburg: Manuel Baum schickte Raphael Framberger für Jonathan Schmid von Beginn an aufs Feld.

- Anzeige -

Zunächst um Sicherheit bedacht waren beide Mannschaften, auf Highlights warteten die Zuschauer in der WWK-Arena daher in den ersten Minuten vergeblich. Während Werder lediglich bei Distanzschüssen Max Kruses (6., 10.) etwas Gefahr verströmte, vergab Michael Gregoritsch für Augsburg die erste Gelegenheit (9.). So tröpfelte das Spiel etwas vor sich hin, ehe Gregoritsch für den ersten Höhepunkt der Begegnung sorgte: Ein Freistoß des Österreichers zwang Jiri Pavlenka zu einer Flugeinlage (22.). Auf der Gegenseite scheiterte Pizarro an Giefer (28.).

FCA schlägt vor und nach der Pause zurück

Erst nach einer halben Stunde erhöhte Bremen dann etwas das Risiko – und wurde dafür prompt belohnt. Kruse nämlich köpfte die Gäste in Führung nach einer perfekten Flanke von Kainz (34.). Doch damit nicht genug: Drei Minuten später erhöhte Maximilian Eggestein mit einem Distanzschuss auf 2:0 (37.). Zuvor hatte Davy Klaassen noch gegen Giefer vertändelt (36.). Augsburg musste sich anschließend schütteln, schlug aber noch vor der Pause zurück. Ja-Cheol Koo nahm eine Flanke perfekt mit der Brust herunter und nagelte den Ball zum 1:2 in die Maschen (45.+3). Anschließend pfiff Schiedsrichter Felix Zwayer umgehend zur Pause.

Der Treffer kurz vor Abpfiff der ersten Hälfte hatte dem FCA offensichtlich neuen Schwung gegeben – denn prompt nach der Pause schlugen die Schwaben erneut zu. Nach Flanke von André Hahn lauerte Philipp Max im Rücken Theodor Gebre Selassies und schoss zum 2:2 ein (47.). Anschließend blieb Augsburg am Drücker, Hahn allerdings traf aus guter Position den Ball nicht richtig (52.). Werder hingegen bot nicht mehr als einen Pizarro-Kopfball an (55.).

Giefer greift daneben

Munter suchte Augsburg den Weg nach vorne – und hätte sich nach gut einer Stunde eigentlich belohnen müssen. Zunächst brachte Gregoritsch frei vor dem Tor den Ball nicht unter Kontrolle, im zweiten Anlauf dann schoss Koo aus guter Position deutlich über das Tor (62.). Rauf und runter ging es in dieser Phase, beide Teams wollten den Dreier. Verzichten musste Augsburg bei diesem Unterfangen in der Schlussphase allerdings auf Koo: Der 29-Jährige zog sich eine Knieverletzung zu und wurde durch Jan Morávek ersetzt (67.). Bei Bremen kam derweil Martin Harnik für Pizarro (69.).

Die entscheidende Portion Glück hatte Werder: Giefer wollte eine harmlose Hereingabe Ludwig Augustinssons aufnehmen, dem Augsburg-Keeper allerdings rutschte der Ball durch die Beine. Klaassen nahm dieses Geschenk gerne an und brachte Bremen wieder in Führung (75.). Anschließend setzte es Pfiffe vom Augsburger Publikum für Giefer, der bereits in der Vorwoche entscheidend gepatzt hatte. Die bayerischen Schwaben warfen in der Schlussphase noch mal alles nach vorne, hatten allerdings Pech, dass Gregoritschs Kopfball an den Pfosten klatschte (88.). Der erneute Ausgleich blieb dem FCA letztlich verwehrt.