Werder setzt den Blinker in Freiburg

Während im Breisgau noch sortiert wird, in welche Richtung der Blick gehen soll, kommt der SV Werder Bremen mit breiter Brust und der Aussicht auf Platz zwölf nach Freiburg. Mit dabei: Ein Liebling von Christian Streich.

Nach der Niederlage in Hannover (1:2) muss sich Freiburg wieder dem Ernst der Lage widmen. Auch wenn die Serie von neun ungeschlagenen Spielen beeindruckend war, steht der Sportclub den Abstiegsrängen doch wieder näher als gewünscht. Daher gilt es die bekannte Heimstärke (nur sieben Gegentore, eine Niederlage) auszuspielen und dem Gegner den Zahn zu ziehen. Ein besonderes Augenmerk hat Trainer Streich dabei auf einen ehemaligen Freiburger gelegt: Max Kruse. „Er macht gute Kollegen zu noch besseren“, betonte der Coach. „Bremen ist eine gute Bundesliga-Mannschaft, ohne Max wäre sie Durchschnitt.“ Fehlen werden gegen Werder nur die Langzeitverletzten Mike Frantz, Florian Niederlechner (beide Aufbautraining) und Yoric Ravet (Achillessehnenreizung), zurückkehren wird nach seiner Gelbsperre Janik Haberer.

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Auf der anderen Seite gibt es aktuell keinen Grund für fehlendes Selbstbewusstsein. Neben den beiden Siegen auf Schalke (2:1) und gegen Wolfsburg (3:1) gab es einen starken Auftritt im Pokal in Leverkusen, der erst in der Verlängerung verloren ging (2:4 n.V.). Bremen arbeitet fleißig gegen den Abstieg und könnte mit einem Sieg sogar den Gastgeber aus dem Breisgau überholen. Trotzdem will Trainer Florian Kohfeldt nichts von einer Favoritenrolle wissen. „Ich stelle mich auf einen harten Kampf ein, der vielleicht auch phasenweise nicht so attraktiv sein kann“, merkte Kohfeldt ruhig an. Zu seiner Zufriedenheit kann er dabei wieder auf Jiri Pavlenka, Philipp Bargfrede und Aron Jóhannsson zurückgreifen. Ausfallen wird dafür Zlatko Junuzović mit Oberschenkelproblemen.

SC Freiburg: Schwolow – Söyüncü, Gulde, Kempf – Stenzel, Günter – Koch – Höfler – Haberer, Terrazzino – Petersen

SV Werder Bremen: Pavlenka – Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson – Bargfrede – Delaney, Eggestein – Jóhannsson, Kainz – Kruse

Auch wenn Spiele in Freiburg immer schwierig vorherzusagen sind, ist Werder in der aktuellen Verfassung und mit der angebotenen Spielfreude der letzten Wochen der leichte Favorit. Der Sportclub wird von vornherein alles daran setzen, das Kurzpassspiel der Bremer zu unterbinden und sich selbst in Konterpositionen zu bringen. Sind die Bremer dabei ähnlich unorganisiert, wie mehrfach in dieser Saison gezeigt, könnten die Freiburger effizient zum Erfolg kommen.