Werder vs. 96: Nordduell mit unterschiedlichen Vorzeichen

Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

Für Hannover 96 geht es angesichts des harten Programms in den kommenden Wochen im Ausswärtsspiel beim SV Werder Bremen am Samstag (15.30 Uhr) gleich um wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Die Grün-Weißen streben nach Höherem und wollen gegen den Nordrivalen einen guten Start hinlegen.

Die Erinnerungen an das letzte Heimspiel gegen 96 sind gut: In der vergangenen Saison feierte der SVW in der Hinrunde angeführt vom überragende Dreifach-Torschützen Max Kruse einen 4:0-Sieg im Weserstadion. Derart deutliche Verhältnisse sind am Samstag nicht unbedingt zu erwarten, Favorit sind die Bremer aber durchaus. Die Pflichtaufgabe im DFB-Pokal gegen Wormatia Worms (6:1) erledigte das Team von Trainer Florian Kohfeldt souverän. Und in der Liga haben sich die Norddeutschen hohe Ziele gesteckt. „Wir wollen nach Europa. Das ist ein ambitioniertes Saisonziel, aber die letzten Monate unter Florian Kohfeldt haben gezeigt, dass es realistisch ist“, kündigte Geschäftsführer Frank Baumann am Donnerstag an. Ein Heimsieg gegen 96 ist bei diesem Anspruchsdenken Pflicht. Gegen seinen Ex-Klub nicht mitwirken kann neben den Langzeitverletzten Martin Harnik (Trainingsrückstand nach Muskelverletzung). Dafür ist Rückkehrer Claudio Pizarro gleich eine Alternative, der Peruaner wird aller Voraussicht nach im Kader stehen.

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Der Kampf um den Klassenerhalt beginnt für Hannover in Bremen. Die Auswärtspartie beim SVW markiert den Start eines höchst anspruchsvollen Auftaktprogramms für die „Roten“. Es folgen Heimspiele gegen Borussia Dortmund und die TSG 1899 Hoffenheim sowie Auswärtspartien bei RB Leipzig und Aufsteiger 1. FC Nürnberg. „Es ist ein schwieriger Start, aber auch eine schöne Herausforderung“, meinte Trainer André Breitenreiter am Donnerstag. Seine Mannschaft zeigt sich in ansprechender Frühform, wie die letzten Testspiele und der 6:0-Kantersieg im DFB-Pokal gegen den Drittligisten Karlsruher SC belegen. „Wir haben eine gute Vorbereitung gespielt und haben uns entwickelt. Man hat in Karlsruhe gesehen, dass wir kompakt gestanden und mit dem Ball gute Lösungen gefunden habe“, analysierte Breitenreiter. Verzichten muss der 96-Coach am Samstag lediglich auf den gelb-rot-gesperrten Bobby Wood sowie die Langzeitverletzten Edgar Prib und Timo Hübers.

SV Werder Bremen: Pavlenka – Gebre Selassie, Veljković, Moisander, Augustinsson – Bargfrede – M. Eggestein, Klaassen – Ōsako, Kruse, Kainz

Hannover 96: Esser – Sorg, Anton, Wimmer, Ostrzolek – Walace, Schwegler – Bebou, Haraguchi – Füllkrug, Asano

Werder nimmt im eigenen Stadion die Favoritenrolle ein, doch 96 präsentierte sich zuletzt in starker Verfassung. Es ist ein spannendes Nordderby zu erwarten, in dem die Mannschaft gewinnen könnte, die einen Fehler weniger macht.