Werder zwischen Anspruch und Realität

Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

Der SV Werder Bremen musste sich am Sonntag mit einem 1:1 (1:0) gegen Aufsteiger 1. FC Nürnberg begnügen. Kapitän Max Kruse zog nach dem dritten Spieltag ein erstes Fazit zur Situation an der Weser.

Die Bremer Verantwortlichen hatten vor der neuen Spielzeit das forsche Ziel Europa ausgegeben – daran muss sich der Verein nun messen lassen. Gegen den „Club“ blieben die Grün-Weißen zwar erneut ungeschlagen, ließen aber auch zwei Punkte liegen. „Es ist richtig ärgerlich, weil wir gestern förmlich um den Ausgleich gebettelt haben“, sagt Kruse am Montagmorgen. „Wir haben noch kein Spiel verloren, das darf man auch nicht außer Acht lassen, aber zwischen Anspruch und Realität klafft bei uns aktuell noch eine zu große Lücke.“ Der 30-Jährige sprach nicht nur über die Mannschaft, sondern auch über seine eigene Leistung.

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„Wenn ich nach drei Spielen noch keinen Scorerpunkt habe, ist das für mich natürlich nicht in Ordnung. Wichtig ist immer der Erfolg der Mannschaft, aber ich muss mich auch noch verbessern“, meinte Kruse. Cheftrainer Florian Kohfeldt hatte ihm mit auf den Weg gegeben, das Zentrum zu halten. „Ich will immer viele Ballkontakte und die Kontrolle haben und habe mich deshalb zu oft aus der Mitte herausbewegt“, sagte Kruse. „Wir haben aber beispielsweise mit Davy (Klaassen; Anm. d. Red.) und Nuri (Şahin; Anm. d. Red.) Spieler, die das auch sehr gut können und wollen. Daran muss ich mich noch mehr gewöhnen.“ Die Chance zur Besserung haben Kruse und Werder am kommenden Samstag (15.30 Uhr) im Spiel beim FC Augsburg.