Werner schießt RB zu Sieg gegen Hannover

Foto: Matthias Kern/Bongarts/Getty Images

RB Leipzig hat Hannover 96 am Samstagnachmittag mit 3:2 (2:1) geschlagen. Die Ostdeutschen profitierten gegen mutige Niedersachsen vor allem von einem glänzend aufgelegten Timo Werner.

Leipzig-Trainer Ralf Rangnick griff im Vergleich zum 1:1 gegen Fortuna Düsseldorf zu drei Wechseln: Ibrahima Konaté, Willi Orban und Yussuf Poulsen ersetzten Dayot Upamecano, Bruma und Jean-Kévin Augustin, der nach einem Streit mit dem französischen Verband zum Schutz vor einer möglichen Sperre auf der Tribüne saß. 96-Coach André Breitenreiter nahm nach dem 0:0 gegen Dortmund nur eine Veränderung vor: Pirmin Schwegler spielte anstelle von Iver Fossum.

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Kaum war das Spiel angepfiffen, gab es schon die erste gute Chance: Poulsen schickte Werner, der mit seinem Versuch das lange Eck nur knapp verfehlte (3.). Auf der anderen Seite probierte es Takuma Asano nach einer Ecke per Volley, wurde aber geblockt (7.). Mehr Glück hatte Poulsen wenige Minuten später: Diego Demme zog im Anschluss an eine Flanke ab, sein Schuss wurde aber abgefälscht. In hohem Bogen flog die Kugel in Richtung Poulsen, der mit dem Kopf einnickte (9.). Hannover ließ sich vom frühen Rückstand nicht schocken und fand schnell zurück in die Partie: Niclas Füllkrug war per Rechtsschuss erfolgreich und stellte auf 1:1 (13.). Stefan Ilsanker hatte den Ball unfreiwillig vorgelegt.

Werner trifft kurz vor der Pause

Die nächste gute Chance hatte Asano, dessen Versuch Péter Gulácsi stark parierte (19.). Wenig später hatte RB Glück, dass es keinen Elfmeter gab, nachdem Orban den Ball an die Hand bekommen hatte (20.). Leipzig wurde erst durch Nordi Mukiele wieder gefährlich, Michael Esser machte das kurze Eck aber zu (26.). Kurz darauf flankte Mukiele den Ball in Richtung Werner, doch der Stürmer scheiterte mit seiner Direktabnahme haarscharf (27.). Nach einigen Minuten ohne Szenen in den Sechzehnern erzielte Werner die erneute Führung für RB: Asano verlor den Ball und Leipzig fuhr einen perfekten Konter, den der Nationalspieler vollendete (40.). Kurz darauf hätte Poulsen beinahe noch auf 3:1 erhöht, doch Esser war rechtzeitig zur Stelle (43.).

Hannover kam gut aus der Pause und hatte gleich eine Großchance: Ihlas Bebou hob den Ball über Gulácsi hinweg, doch Konaté klärte rechtzeitig vor der Linie (47.). Vor dem Hannoveraner Kasten verpasste Poulsen eine Hereingabe von Marcelo Saracchi wenig später nur knapp. Wäre der Däne an den Ball gekommen, wäre es wohl sehr gefährlich geworden (49.). Die nächste Großchance gehörte Walace, der nach einer Ecke an einer starken Parade von Gulácsi scheiterte (54.). Hannover gehörte die Anfangsphase der zweiten Hälfte. Die Gäste waren mutig und kombinierten stark.

Albornoz‘ Treffer reicht nicht aus

Das Tor fiel aber auf der anderen Seite. Werner wurde von Emil Forsberg bedient und erhöhte eiskalt auf 3:1 (63.). Wieder allerdings ließ sich Hannover nicht schocken. Miiko Albornoz brachte die Niedersachsen wieder heran: Über mehrere Stationen kombinierten sich die Gäste in Richtung des Leipziger Sechzehners, ehe Walace den Torschützen bediente, der direkt abzog und das Leder ins lange Eck zirkelte (65.). 96 schaffte es aber nicht, den Druck lange genug aufrecht zu erhalten. Zwar gab es noch ein paar Möglichkeiten, der Ausgleich gelang den Gästen aber nicht mehr. Werner musste stattdessen in 87. Minute angeschlagen ausgewechselt werden, für ihn kam Lukas Klostermann (87.).