Werner und Bruma bringen RB den Hinspielsieg

RB Leipzig hat am Donnerstagabend einen großen Schritt in Richtung des Europa League-Viertelfinals gemacht. Gegen Zenit Sankt Petersburg gewannen die Leipziger mit 2:1 (0:0). Timo Werner und Bruma trafen für RB, in einer Woche steht das Rückspiel an.

Für den angeschlagenen Kevin Kampl beorderte RB-Coach Ralph Hasenhüttl nach dem 1:1 gegen Borussia Dortmund Diego Demme in die Startelf. Außerdem begann Bruma für Marcel Sabitzer. Roberto Mancini rotierte im Vergleich zum 0:0 gegen Amkar Perm viermal: Igor Smolnikow, Magomed Ozdoev, Leandro Parades und Sebastián Driussi machten Platz für Miha Mevlja, Matías Kranevitter, Anton Zabolotny und Emiliano Rigoni.

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RB kam etwas besser in die Partie. Die Sachsen kombinierten sich ansehnlich übers Spielfeld, ohne jedoch in der Anfangsphase zwingend gefährlich werden zu können. Brumas Abschluss wurde von Branislav Ivanović neben das Tor abgefälscht, es war die erste Chance des Spiels (10.). Zenit antwortete über Domenico Criscito, mit dessen Hereingabe Péter Gulácsi leichte Probleme hatte, aber doch noch entschärfen konnte (13.). Durch Timo Werner kamen die Hausherren nach einer knappen halben Stunde zur bis dato besten Gelegenheit: Bruma steckte durch, doch der Nationalstürmer verzog aus 20 Metern halblinker Position (25.).

Bruma erzielt die Führung

Damit hatte Leipzig das Spiel vorerst an sich gerissen, Hasenhüttls Mannschaft war nun klar dominierend. Für das nächste Ausrufezeichen sorgte ein Freistoß von Emil Forsberg. Der Schwede drehte den Ball aus gut 25 Metern an den linken Innenpfosten, Zenit-Keeper Andrey Lunyov wäre chancenlos gewesen (35.). Auch der nächste ruhende Ball durch Forsberg wurde wieder gefährlich, die Kurzpass-Variante über Demme und Werner landete am Ende aber neben dem Tor (43.). Ohne Tore ging es anschließend in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel brachte Hasenhüttl Bernardo für Konrad Laimer. Seine Mannschaft machte da weiter, wo sie 15 Minuten zuvor aufgehört hatte. Forsberg zwang Lunyov aus spitzem Winkel zu einer guten Parade (47.). Mit einer herrlichen Kombination belohnten sich die „Roten Bullen“ zehn Minuten nach Wiederanpfiff für die überzeugende Vorstellung. Bruma legte vor dem Strafraum zu Werner, der klasse mit der Hacke auf den Portugiesen zurückgab. Vor Lunyov blieb der Angreifer cool und schoss zum 1:0 ein (55.). Keine fünf Minuten später hatte Werner die große Chance auf die Vorentscheidung, scheiterte jedoch freistehend kläglich am russischen Schlussmann (59.).

Criscito antwortet auf Werner

Die Gäste wurden als Reaktion auf den Rückstand etwas aktiver. Echte Möglichkeiten kamen dabei aber nicht heraus, auch weil die RB-Abwehr um Willi Orban und Dayot Upamecano sehr aufmerksam war. Und dann schlug die Stunde von Werner: Naby Keïta zog unnachahmlich durchs Mittelfeld, ließ drei Gegenspieler stehen und spielte den Stürmer frei, der dieses Mal souverän blieb und Lunyov überlupfte (77.). Damit schien das Spiel entschieden, doch Criscito gelang aus dem Nichts der Anschlusstreffer. Einen Freistoß aus gut 20 Metern zirkelte er sehenswert ins linke obere Toreck. Die Gastgeber drängten noch auf das 3:1, kamen jedoch nicht mehr in eine gute Abschlussposition.