„Wie Weihnachten“: Bundesliga-Quartett gespannt auf Auslosung

Foto: Fabrice Coffrini/AFP/Getty Images

Her mit der Hammergruppe: Borussia Dortmund, der FC Schalke 04 und die TSG 1899 Hoffenheim müssen bei der Auslosung der Champions League-Gruppenphase am Donnerstag (18 Uhr) im Gegensatz zum FC Bayern München zwar die Schwergewichte des europäischen Fußballs fürchten. Ein reines „Glücklos“ wäre den Bundesligisten aber viel zu wenig.

„Ich kann es kaum erwarten“, sagte Schalkes Neuzugang Mark Uth vor der feierlichen Zeremonie in Monaco. „Da können so viele unfassbar geile Mannschaften kommen. Ob du jetzt in Madrid, in Barcelona oder in Manchester spielst – alles ist geil.“ Der Vizemeister ist in Topf drei gesetzt. Möglich wäre deshalb eine Gruppe mit Titelverteidiger Real Madrid (Topf eins), Manchester United (zwei) und Inter Mailand (vier). Spiele gegen Lokomotive Moskau (eins), Schachtar Donezk (zwei) und die Young Boys Bern (vier) würden sich dagegen eher nach Europa League anfühlen.

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Die TSG Hoffenheim, als Neuling in der Königsklasse für die Topteams ein vermeintliches „Glücklos“, wurde mit einer der niedrigsten Bewertungen in Topf vier einsortiert. Der ausschlaggebende Klubkoeffizient fasst das sportliche Abschneiden der vergangenen Jahre zusammen. Mögliche Gegner aus dem Schalke-Topf sind Olympique Lyon, die AS Monaco oder – je nach Ausgang der Quali-Spiele – Jürgen Klopps FC Liverpool. „Es ist wie an Weihnachten“, sagte TSG-Trainer Julian Nagelsmann, der im vergangen Jahr in der Qualifikation knapp am späteren Finalisten Liverpool gescheitert war. „Man sollte nicht mit zu großen Erwartungen reingehen, sonst bekommt man ein paar Socken. Man sollte darauf hoffen, überhaupt etwas geschenkt zu bekommen – dann freut man sich auch über die Socken.“

Rekordprämien winken

Am ehesten auf „Socken“ treffen werden die Bayern, die in Topf eins Real, Moskau, dem FC Barcelona, Atlético Madrid, Manchester City, Juventus Turin und Paris Saint-Germain aus dem Weg gehen. Der BVB wurde zusammen mit dem FC Porto, Manchester United, Donezk, dem SSC Neapel, der AS Rom und Tottenham Hotspur in Topf zwei einsortiert. Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte für die Königsklasse unlängst „große Ziele“ ausgegeben. „Wir möchten in allen drei Wettbewerben erfolgreich sein“, sagte er. „Wir werden versuchen, dieses Jahr anzugreifen. Wir wollen das, was wir 2013 mit dem Sieg in London erlebt haben, in naher Zukunft wieder erreichen.“

Das Erreichen des Endspiels am 1. Juni im Wanda Metropolitano von Madrid lohnt sich ab dieser Saison umso mehr, weil nach der Reform der Königsklasse Rekordprämien ausgeschüttet werden. Allein für die Teilnahme an der Gruppenphase erhalten die Klubs 15,25 Millionen Euro (bislang 12 Millionen). Hinzu kommen unter anderem Siegprämien und satte Einnahmen über die Koeffizientenrangliste, die den Bayern 33,24 Millionen garantieren.