Witsel beim Debüt gleich in der Elf des Spieltags

Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

Erstes Bundesliga-Spiel, erste Berufung in die Elf des Spieltags: Für Dortmunds Axel Witsel hätte das Debüt mit dem 4:1-Sieg gegen Leipzig kaum besser laufen können. Ebenfalls vertreten ist Teamkollege Marco Reus. Neben dem BVB stellt auch Eintracht Frankfurt am ersten Spieltag zwei Spieler. Sogar drei Berufungen hat Borussia Mönchengladbach dank des 2:0-Erfolgs gegen Leverkusen gesammelt.

Torhüter: Ramazan Özcan
An Ramazan Özcan lag es wahrlich nicht, dass Bayer 04 Leverkusen mit 0:2 gegen Gladbach unterlag. Mehrfach parierte der Vertreter des verletzten Lukáš Hrádecký glänzend, hielt dabei sogar einen Elfmeter von Thorgan Hazard. Zum Lachen zumute war dem 34-Jährigen anschließend trotzdem nicht. „Ich stelle mich jetzt nicht hin und sage: Juhu“, wird Özcan vom Kicker zitiert. Immerhin aber hatte der Österreicher bewiesen, auch künftig eine verlässliche Alternative für Hrádecký zu sein.

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Linke Verteidigung: Jetro Willems
Bereits als potenzieller Abgang war Jetro Willems im Sommer gehandelt worden, richtig durchgesetzt schließlich hatte sich der Niederländer in seiner Premierensaison bei Eintracht Frankfurt nicht. Unter Adi Hütter nun erhält Willems eine neue Chance – und zahlte das Vertrauen am Samstag mit einer blitzsauberen Leistung zurück. Zwar offenbarte die neuformierte linke Seite beim 2:0 in Freiburg noch das eine oder andere Abstimmungsproblem, dennoch sorgte Willems für manchen Lichtblick.

Innenverteidigung: Matthias Ginter und Martin Hinteregger
Nur kurz wackelte Matthias Ginter gegen Leverkusen, dann jedoch stabilisierte sich der Verteidiger von Borussia Mönchengladbach und wurde schließlich zur unüberwindbaren Festung. 19 Zweikämpfe absolvierte der 24-Jährige beim 2:0-Sieg insgesamt und gewann davon knapp 60 Prozent. Zudem verbuchte er eine hervorragende Passquote von 94 Prozent. Nicht nur mit starker Defensivleistung, sondern sogar mit einem Tor ist am Samstag Martin Hinteregger aufgefallen. Der Österreicher brachte den FC Augsburg mit seinem Treffer zum 1:1 in Düsseldorf wieder zurück ins Spiel – und durfte letztlich mit den Kollegen über einen 2:1-Sieg jubeln.

Rechte Verteidigung: Matthias Zimmermann
Beim VfB Stuttgart hatte Matthias Zimmermann keine Perspektive mehr gesehen und war daher zu Fortuna Düsseldorf gewechselt. Beim Aufsteiger nun stand der 26-Jährige prompt in der Startelf, wenn auch auf der ungewohnten Position des rechten Verteidigers. Dass er auch diese Position beherrscht, bewies Zimmermann beim 1:2 gegen Augsburg mit einer starken Leistung. Im Zusammenspiel mit Jean Zimmer glänzte der Ex-Stuttgarter und bereitete zudem den Führungstreffer Benito Ramans vor.

Zentrales Mittelfeld: Jonas Hofmann und Axel Witsel
Lange hatte Jonas Hofmann warten müssen, am Samstagabend war es endlich so weit: Der 26-Jährige erzielte seinen ersten Bundesliga-Treffer im Trikot von Borussia Mönchengladbach und brachte damit den 2:0-Sieg gegen Leverkusen auf den Weg. Doch nicht nur ob seines Elfmetertores war Hofmann der beste Borusse: Er initiierte zahlreiche kluge Angriffe und schoss zudem fünfmal aufs Tor. Ebenfalls torhungrig präsentierte sich Axel Witsel bei seinem Bundesliga-Debüt für Borussia Dortmund. Einen Treffer steuerte der 20 Millionen Euro teure Belgier beim 4:1 gegen Leipzig bei – und zwar einen wunderschönen per Seitfallzieher. „Bei meinem Tor habe ich nicht groß nachgedacht“, sagte der 29-Jährige anschließend, „der Ball war in der Luft, und ich habe den Fallrückzieher gestartet.“

Linkes Mittelfeld: Marco Reus
Und gleich der nächste Dortmunder: Wie üblich gehörte Marco Reus auch am Sonntag gegen Leipzig zu den Aktivposten des BVB. Vier Abschlüsse der Nebenleute legte der 29-Jährige auf, zweimal zog er zudem selbst ab. Immer wieder beschäftigte Reus mit seinen Dribblings und Spielzügen die RB-Hintermannschaft. Zudem verbuchte er eine Laufstrecke von 11,18 Kilometern.

Rechtes Mittelfeld: Thomas Müller
Viel Kritik hatte Thomas Müller in den vergangenen Monaten einstecken müssen, am Freitag sorgte er endlich mal wieder für Positivschlagzeilen. Beim 3:1 des FC Bayern München gegen Hoffenheim gehörte der 28-Jährige zu den Aktivposten beim Rekordmeister. Das 1:0 erzielte Müller im Anschluss an eine Ecke selbst, in der Schlussphase legte er schließlich mit großem Spielverständnis den Treffer zum Endstand durch Arjen Robben auf.

Sturm: Sébastien Haller und Raffael
Vor allem einem Mann hatte es Eintracht Frankfurt am Samstag zu verdanken, einen 2:0-Sieg in Freiburg gefeiert zu haben: Sébastien Haller. Der französische Alleskönner nämlich hatte zunächst früh die Führung durch Nicolai Müller mit einer cleveren Ablage vorbereitet, in der Schlussphase dann besorgte Haller selbst den Endstand. Zudem rieb sich der 24-Jährige in gleich 30 Zweikämpfen auf. Komplettiert wird die Lattenkreuz-Spieltagauswahl durch Raffael. Beim 2:0 von Borussia Mönchengladbach gegen Leverkusen erzielte der Brasilianer zwar kein Tor selbst, war aber Dreh- und Angelpunkt des Offensivspiels der „Fohlen“. Herrlich kombinierte er mit Fabian Johnson den Treffer zum 2:0 heraus, zudem gab der 33 Jahre alte Routinier vier Torschüsse ab.